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Aufgeheizte Stimmung bei Bürgerversammlung

Deponie am Marbach

HAMME Die Deponie am Marbach bleibt ein brisantes und strittiges Thema. Bei der Bürgerversammlung in den Räumen der Gethsemane-Kirchengemeinde zeigten die Hammer Anwohner unverhohlen ihren Unmut über die geplante Nutzung der Thysen-Deponie.

von Von Karim Laouari

, 15.04.2010 / Lesedauer: 2 min
Aufgeheizte Stimmung bei Bürgerversammlung

Vor der Deponie beginnt die Emschergenossenschaft gerade, den Marbach zu renaturieren.

Dass das "Thema gefühlsmäßig bei allen Beteiligten stark besetzt ist, ist verständlich", betonte Pfarrer Alfred Labusch gleich zu Beginn. Dementsprechend fiel es ThyssenKrupps Umweltmanagerin Verena Schulze-Klemp ausgesprochen schwer, die Bürger von der Notwendigkeit und Unbedenklichkeit der Deponie am Marbach zu überzeugen.

"Der Deponiekörper wird so gestaltet, dass er nicht störend ist", führte Schulze-Klemp an, was jedoch angesichts eines 35 Meter hohen Schlackebergs, bei den meisten Anwohnern nur für humorloses Gelächter sorgte. Um acht LKW-Ladungen soll der Berg täglich wachsen, die würden jedoch umgehend begrünt werden.

ProtesteDie Furcht der Hammer wächst. Die Angst, dass der womöglich unansehnliche Berg die Immobilienpreise im gesamten Stadtteil negativ beeinflussen könnte. "Wir wollen ein solches Bollwerk in Hamme nicht!", brachte es ein Anwohner auf den Punkt, dem sich die fast 200 Anwesenden lautstark anschlossen.

Insgesamt ging das Verständnis der Hammer Bevölkerung im Laufe der Versammlung gegen Null. "Unser Stadtteil ist durch die Schlacke schon genug in Mitleidenschaft gezogen worden", hieß es da. Dass die Schlacke "ungefährlich und nicht staubend" sei, wie Schulze-Klemp zu erklären versuchte, prallte an den Anwesenden ab.

Resignation Das für die Bürger unbefriedigende Gespräch endete schließlich in Resignation. Man glaubt nicht an das offene Ohr von ThyssenKrupp und Politik. "Das hört sich alles nach Schmierentheater an - am Ende wird es sowieso gemacht", zog ein Hammer sein Fazit des Abends, womit er nicht alleine bleibt.