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Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt

Bilanz

Es geht aufwärts in Bochum - zumindest auf dem Arbeitsmarkt. Der hat sich nach der Krise fangen können, sieht mittlerweile aus als in guten Jahren davor. Doch es kündigen sich auch Probleme an.

BOCHUM

von Von Benedikt Reichel

, 04.01.2011

Am Ende des Jahres hat Udo Glantschnig, Chef der Bochumer Arbeitsagentur, noch 17.206 Arbeitslose auf seinem Zettel. Etwas mehr als im November. Doch das ist nicht überraschend. Der Dezember ist traditionell schwach. Dafür liegt diese Zahl deutlich unter der aus Dezember 2009. Vor einem Jahr gab es circa 1300 Arbeitslose mehr in Bochum.

Ebenso ist auch die Zahl der Unterbeschäftigung rückläufig. Darin werden beispielsweise auch 1-Euro-Jobber und Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen erfasst. Zwar ist die Unterbeschäftigung nicht so stark gesunken wie die Arbeitslosigkeit: Dennoch belegt die Statistik einen Aufwärtstrend. „Der Arbeitsmarkt konnte sich nach der Krise fangen und steht mittlerweile sogar besser da als in den Boomjahren zuvor“, urteilt Udo Glantschnig.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften nahm zum Jahresende nochmals zu. Allein im Dezember wurden 936 neue Jobs bei der Agentur gemeldet - 113 mehr als im November. Damit wächst das Job-Potential in der Kartei der Arbeitsagentur auf derzeit 2619 Stellen an.   Für diese müssen jedoch noch passende Arbeitnehmer gefunden werden. „Wie in den Vormonaten werden gewerbliche Fachkräfte, Ingenieure, examinierte Pflegekräfte und Steuerfachangestellte gesucht“, so Glantschnig.

Von einem Fachkräftemangel will er aber nicht sprechen. Den gebe es noch nicht. „Im Bereich der Altenpflege stehen wir aber an der Schwelle dazu“, betont der Leiter der Arbeitsagentur. Um dem entgegenzuwirken hat er einen Runden Tisch für sowohl Alten- als auch Krankenpflege eingerichtet. Themen dort: Wie können Fachkräfte gehalten werden und wie lässt sich die Jugend für eine Ausbildung im Pflegebereich begeistern. Antworten stehen noch aus.