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Aus einem Lager - Christiane Möbus und Timm Ulrichs

Museum DKM

DUISBURG. "Sie ähneln sich überhaupt nicht und doch", sagen Klaus Maas und Dirk Krämer, Stiftungsgründer des Museums DKM, über die Künstler Christiane Möbus und Timm Ulrichs. Beide zeigen derzeit im Duisburger Museum DKM ausgewählte Werke. Die Ausstellung zeigt spannende Wechselbezüge, erschließt Divergenzen und Parallelen.

von Von Julia Schemmer

, 29.08.2011 / Lesedauer: 2 min
Aus einem Lager - Christiane Möbus und Timm Ulrichs

Die Tischinstallation »San Gimignano« von Timm Ulrichs stellt die italienische Stadt dar. Inspiriert wurde Ulrichs von einer Postkarte, die ihm Christiane Möbus schickte.

Seit Jahren teilen sich Christiane Möbus und Timm Ulrichs ein Lager in Hannover - daher der Name der Austellung: "...aus einem Lager". Sie erscheint wie ein willkürlicher Zusammenwurf: Nicht nur die Werke von Möbus und Ulrichs unterschieden sich; beide verfolgen auch in ihrem Einzelwerk keine klare Linie. "Ich habe kein monogames Verhältnis zu künstlerischen Ideen", sagt Ulrichs über sein Werk."Auch für Linkshänder" Da ist zum Beispiel Möbus' Werk "Auch für Linkshänder", das so völlig von ihrem Mantel- und Tischobjekt abweicht. Zwei Geweihe hängen an der Wand, davor stehen drei Säulen gestapelter Gummiringe. Ein Wurfspiel? Möbus dachte zuerst selbst daran, Ringe auf die Geweihe zu werfen. "Das Spiel der Möglichkeit ist für meine Arbeit ganz wichtig", sagt sie.

Auch Ulrichs lange nicht gezeigten Schwarz-Weiß-Fotografien von Löchern jeglicher Art in Bäumen - "Baum-Plomben und Prothesen" - fügen sich in kein Konzept.

Zwischen dem Tischobjekt "Erika" von Möbus und Ulrichs Meilensteine sind plötzlich Parallelen sichtbar: "Die Meilensteine haben etwas mit Strecke zu tun und so ist es auch bei meinem Tischobjekt", erklärt Möbus. Denn die innere Tischplatte dreht sich beständig im Kreis und gibt einmal pro Runde - nach einer gewissen Strecke - den Blick in ein Gefäß unter dem Tisch frei.

Auch persönliche Beziehungen der beiden Künstler wirken mit. "San Gimignano" heißt Ulrichs Installation, in der er mit umgedrehten Holztischen die Skyline der italienischen Stadt darstellt. Inspiriert wurde er zu dieser Arbeit durch eine Postkarte, die ihm einst aus Italien geschickt wurde - von Christiane Möbus.Museum DKM: "... aus einem Lager", Güntherstr. 13-15, bis 2.4.12, Mo/Fr/Sa/So 12-18 Uhr.