Ausstellung "Hyelothanu" eröffnet

WITTEN "Es ist für einen Künstler ein großartiges Gefühl, wenn so viele Menschen kommen um seine Werke zu sehen. Daher lasse ich meine Bilder für sich sprechen."

von Von Christian Lukas

, 11.02.2008, 16:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dr. Ulf Feldhoff vor einem seiner Werke.

Dr. Ulf Feldhoff vor einem seiner Werke.

Seit Sonntag verwandeln die Bilder des Witteners die Kardiologische und die Gefäßchirurgischen Klink im Erdgeschoss des Marienhospitals in eine Kunstgalerie.

Feldhoff arbeitet mit Lackmischtechniken, hat sich mit Emaillelackbildern unter Verarbeitung verschiedener Materialen auseinandergesetzt, seine Bilder sind nicht selten wahre Farborgien.

Ein Phantasiewort

"Hyelothanu" lautet der Titel seiner Ausstellung. "Als wir den Begriff im Wörterbuch suchten, fanden wir ihn nicht", so Simone Lauer, die Prokuristin des Hauses, in ihrer kurzen Begrüßung. "Wir dachten zunächst, es handle sich um einen lateinischen Begriff, aber wir fanden keinen Eintrag."

Was also macht der Mensch des frühen 21. Jahrhunderts, wenn er nicht mehr weiter weiß? Er googelt. "Aber Google fragte uns nur, ob wir den Begriff auch richtig geschrieben hätten." Also wurde der Künstler gefragt, und was antwortete dieser? "Es ist ein Phantasiewort."

Phantasien sind auch seine Bilder, die sich klaren Strukturen auf den ersten Blick verweigern, die aber auf dem zweiten Blick Konzepte erkennen lassen. Wenn man sich als Betrachter denn auf die Farbgewalt einlässt.

Normale Öffnungszeiten

Untermalt von der Musik zweier Schülerinnen der Wittener Musikschule, Lucia und Johanna Zettler, konnte der Künstler an die 70 Besucher zur Ausstellungseröffnung begrüßen, die bis zum 12. April zu den normalen Öffnungszeiten des Krankenhauses täglich geöffnet ist.

Die Ausstellung gehört damit zu einer ganzen Reihe von künstlerischen Veranstaltungen, die im Rahmen des Jubiläumsjahres bis November rund ums Marienhospital stattfinden werden.

Dazu gehören noch mehrere Konzerte in der Marienkirche, aber auch noch weitere Ausstellungen: "Dazu suchen wir noch Künstler, die ihre Werke im Marienhospital ausstellen möchten", ruft Christoph Winter die hiesigen Künstler auf. "Ausstellungen geben einem Ort wie diesem etwas Anregendes, was über den Alltag in einem Krankenhaus hinaus geht."

Starke Emotionen

Immer wieder überrascht ihn die Intensität, mit der sich gerade Patienten mit Ausstellungen auseinandersetzen. "Es sind oft sehr starke Emotionen, die man an anderen Orten so kaum erfährt."

Jede Ausstellung verleiht den Kliniken einen neuen Charakter, so auch die Ausstellung des approbierten Hals-Nasen-Ohrenarztes Ulf Feldhoff, der mit seinen mannigfarbigen Werken rauschhafte Wirkungen bei manch einem Betrachter erzielen wird.