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Ausstellung in der Hörder Burg: Fundstücke aus 800 Jahren Geschichte

HÖRDE Bis zum 12. Juli kann man im Erdgeschoss der Hörder Burg Fundstücke bewundern, die bei den Bauarbeiten zum Phoenix-See zu Tage gefördert wurden. Darunter wertvolle Stücke aus der Hörder Geschichte.

von Von Jörg Bauerfeld

, 30.04.2009 / Lesedauer: 3 min

Der heimliche Star der Fundstücke, die an der Hörder Burg ausgegraben wurden, ist auf den ersten Blick ziemlich unscheinbar. Etwas verloren liegt der kleine goldene Ring in der großen Vitrine. Aber der Wert der über 700 Jahre alten Goldschmiedearbeit lässt sich an den leuchtenden Augen der Stadtarchäologin Dr. Henriette Brink-Kloke ablesen. „Dieser Ring ist das kostbarste Stück, das wir bisher bei den Ausgrabungen an der Hörder Burg gefunden haben.“ Zusammen mit einer kleinen Auswahl weiterer Kostbarkeiten aus dem geschichtsträchtigen Boden, ist der Ring in der Ausstellung in der Hörder Burg zu bewundern. Fünf Räume sind dafür im Erdgeschoss des mächtigen Gebäudes hergerichtet worden, und in jedem einzelnen wird ein kleiner Teil der Hörder Geschichte für die Besucher ins Bild gerückt. „Ausgegraben“ heißt die Ausstellung, die in Kooperation des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, der Stadtarchäologie und des Hörder Heimatvereins auf die Beine gestellt wurde. Noch bis zum 12. Juli werden die Fundstücke gezeigt. „Viele Stücke sehen aus wie neu“, so Brink-Kloke und liefert sofort die Begründung für den exzellenten Zustand. „Die ältesten Stücke lagen 3,50 Meter unter dem Erdboden. Das Grundwasser hat die Gegenstände konserviert und so erstaunliche Funde zugelassen.“Selbst alte Sandalen oder Holzarbeiten überdauerten die Jahrhunderte. „Es sind die einzigen bisher gefundenen Objekte aus der frühen Hörder Geschichte“, erläutert Brink-Kloke. Einen Raum weiter warten feine Metallarbeiten und Geschmeide auf die Besucher. Gegenstände, die vom Reichtum der Burgherren zeugen. Aber auch Stücke der jüngeren Hörder Geschichte haben ihren Platz. Aus Stahlwerkszeiten stammen die Wasserspeier aus Metall, die vor vielen Jahren den Turm der „neuen“ Hörder Burg zierten. In gläsernen Vitrinen alte „Henkelmänner“ der Hoeschianer, daneben eine Stempeluhr.

  • Zur Eröffnung gibt es heute und Sonntag (jeweils von 14 bis 17 Uhr), neben den öffentlichen Führungen, noch ein buntes Programm für die kleinen Besucher. Und bei freiem Eintritt lohnt sich sicher ein Blick in die Hörder Geschichte.