Ausstellungen müssen Sehnsucht treffen

Kurator Peter Pachnicke

Die "Magischen Orte" waren 2011 die erfolgreichste Ausstellung des Ruhrgebietes. Die "Sternstunden", in den zwei Jahren davor im Gasometer Oberhausen zu sehen waren, hatten 960 000 Besucher. Worauf ist der überragende Erfolg dieser Attraktionen zurückzuführen?

OBERHAUSEN

von Von Bettina Jäger

, 23.01.2012, 18:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ausstellungen müssen Sehnsucht treffen

Peter Pachnicke ist Kurater der erfolgreichen Ausstellungen im Gasometer Oberhausen.

"Es muss ein Thema sein, das die Menschen bis in ihre Sehnsuchtsvorstellungen hinein zutiefst beschäftigt", sagt Peter Pachnicke. Der Professor hat beide Schauen gemeinsam mit Wolfgang Volz kuratiert und ist an der Ideeenfindung für die nächste Präsentation beteiligt. Wichtig sei außerdem, ein Markenzeichen zu entwickeln wie den Mond der "Sternstunden" oder den Regenwaldbaum in der aktuellen Schau. Ein "Lebensgleichnis" nennt Pachnicke solche Exponate.

Magnet für Familien Die Ausstellungen im Gasometer ziehen durch den Zusammenklang von Kultur, Natur und Wissenschaft ganze Familien und Freundesgruppen an - im Gegensatz zu einem reinen Kunst-Publikum. "35 Prozent der Besucher sind Wiederholungstäter", weiß Pachnicke. Die meisten Gäste bringen beim zweiten Besuch Freunde mit - ein Schneeballeffekt. Der Gasometer muss sich aus sich selbst finanzieren. Den Druck, "sich immer verrücktere Dinge einfallen zu lassen", spüre man, so Pachnicke. Zudem stemmt unter Leitung von Geschäftsführerin Jeanette Schmitz ein sehr kleines Team die gigantischen Ausstellungen.  

Gasometer Oberhausen: "Magische Orte", Arenastraße 11, bis 21.10., Di-So 10-18 Uhr. Auch die Gipsformerei in Berlin kann man besichtigen.

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