Auszeichnungen für Elternhaltestellen und Schulgärten

Schule der Zukunft

Größere Spielfiguren für Senioren, integrative Schulgärten oder der richtige Umgang mit kostbaren Ressourcen – sieben von Bochumer Kindern und Jugendlichen mitgestaltete Projekte zur Nachhaltigkeit wurden am Mittwoch von Schulministerin Sylvia Löhrmann in der Aula des Alice-Salomon-Berufskollegs ausgezeichnet.

BOCHUM

, 26.02.2015, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auszeichnungen für Elternhaltestellen und Schulgärten

Vor der Preisverleihung informierte sich die NRW-Bildungsministerin Sylvia Löhrmann über die sieben Bochumer Projekte, wie das der Heinrich-von-Kleist-Schule zu einem nachhaltigen Umgang mit kostbaren Ressourcen.

Stephan Vielhaber ist die Freude anzusehen. „Das ist eine schöne Wertschätzung unserer Arbeit“, sagt der Schulleiter der Köllerholzschule. Die Offene Ganztagsgrundschule aus Dahlhausen hat sich mit ihrem Garten-Projekt um die Auszeichnung der „Schule der Zukunft“ beworben – und konnte mit ihrem Konzept überzeugen. „Unser Garten ist 3500 Quadratmeter groß und hat 50 Lernstationen“, sagt Vielhaber.

Man habe den Garten, mit dessen Bau die Schule 1994 begann, handlungsorientiert und integrativ gestaltet – und traf damit den Kern der NRW-weiten Bildungskampgagne „Schule der Zukunft“, die in diesem Jahr im gesamten Bundesland 550 Projekte auszeichnet. Denn die Kampagne setzt vor allem auf Eigeninitiative und Wissensvermittlung, die weit über den üblichen Schulstoff hinausgeht. „Angesichts der Probleme und Krisen in der Welt neigt man dazu, sich zu denken, dass man selbst gar nichts tun kann“, so Sylvia Löhrmann. Doch für die NRW-Bildungsministerin zeigen diese Projekte, dass Kinder und Jugendliche doch ein Verständnis dafür entwickeln, wie sich Missstände in der Welt konkret ändern lassen können.

Gemeinsame Verleihung

Bei der gemeinsamen Preisverleihung für die Städte Bochum und Herne wurden auch sechs Projekte aus der Nachbarstadt ausgezeichnet. Darunter auch die Elternhaltestelle an der Schillerschule – ein Projekt, das aus einer Initiative der Verkehrsdirektion der Polizei Bochum hervorgegangen ist. Für Guido Jabusch von der Polizei Bochum ist die Auszeichnung daher auch ein Signal, dass die gemeinsame Arbeit von Eltern, Schule und Ordnungskräften anerkannt wird. In Herne hat sich nach Auskunft Jabuschs die Elternhaltestelle inzwischen zu einem Selbstläufer entwickelt: „Obwohl das von der Logistik her nicht ganz so einfach ist und wir es nicht mehr weiter betreuen, läuft es dort immer noch“, sagt er.

In Bochum selbst stehen vier Grundschulen in Gesprächen mit der Polizei. Besonders weit gediehen sind die Pläne an der Weilenbrinkschule. Um die Verkehrssituation rund um die Schule zu entlasten und den Schulweg sicherer zu machen, sollen die Eltern ihre Kinder in Kürze an einer eigens gekennzeichneten Stelle gegenüber des Elisabeth-Hospitals aussteigen lassen. „Dort können die Eltern wohl zehn Minuten lang kostenlos parken“, sagt Jabusch. Doch für den Polizisten ist die Stelle derzeit nur eine Kompromisslösung – wegen der Nähe zur Schule fehlt ihm die Erfahrung von Ampelüberquerungen und einem fließenden Verkehr.

Vier Schulen im Gespräch

Anders sehe es da bei den zwei weiteren Grundschulen aus, mit denen die Polizei derzeit im Gespräch steht. „Das sind die beiden Grundschulen an der Friederikastraße“, sagt Jabusch. Dort seien zwei Standorte für die Elternhaltestelle im Gespräch. Einerseits ein Parkplatz am Steinring, unweit der Überführung über die Universitätsstraße, andererseits der in Fahrtrichtung Bochum gelegene Seitenweg der Universitätsstraße gegenüber der Agentur für Arbeit. „Bei der letzten Lösung müssten wir fünf Eltern als Lotsen ausbilden, die dann an den Ampeln den Überweg kontrollieren“, sagt Jabusch.

Wohl mit weniger Elternlotsen sei die vierte Schule händelbar, die Waldschule am Hustadtring. Alle vier Standorte profitierten, so Jabusch, aus den Erfahrungen, die man bei der Schillerschule gemacht habe. Auch deshalb freue man sich bei der Polizei über die Auszeichnung der Herner Elternhaltestelle.  

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