Auto Club Europa macht gegen Rotsünder mobil

IM WESTEN Der Auto Club Europa plant im Dortmunder Westen eine Verkehrszählung, um das Verhalten von motorisierten Verkehrsteilnehmern an roten Ampeln und Stopp-Schildern aufzuzeigen.

von Von Holger Bergmann

, 27.03.2009, 16:50 Uhr / Lesedauer: 1 min
So wie dieser Autofahrer es macht, ist es richtig. Der ACE überprüft demnächst im Dortmunder Westen Rotsünder.

So wie dieser Autofahrer es macht, ist es richtig. Der ACE überprüft demnächst im Dortmunder Westen Rotsünder.

Ein genauer Termin steht noch nicht fest, aber vermutlich wird sie im Mai laufen. „An der gelben Ampel doch noch Gas geben, an der Stopplinie doch im zweiten Gang abbiegen, das sind Verhaltensweisen, die haben sich eingebürgert und werden gar nicht mehr hinterfragt“, erklärt Paul Itzerodt. Dass das kein Kavaliers-Delikt ist, beweist er mit Zahlen: 2007 verursachten Rotlichsünder 6529 Unfälle ohne Personenschaden, 7221 Unfälle mit Personenschaden und 55 Unfälle mit Todesfolge. Stoppschildüberfahrer verursachten 43 089 Unfälle mit Personenschäden und 358 Unfälle mit Todesfolge.

Die freiwilligen Helfer zählen aber nicht nur die Verstöße von Autofahrern, auch LKW und Busse sowie Zweiradfahrer werden beobachtet. Neben dieser wichtigsten Aktion des ACE in diesem Jahr bietet der Club auch wieder seine Pannenhelfer-Kurse an, die allerdings erst im Herbst starten. Abschleppunternehmer und ACE-Partner Markus Klotzbach (Foto 2) hilft den Kurs-Teilnehmern dann, das Auto fit für den Winter zu machen. Auch Pannenkurse für Frauen wird es dann wieder geben. Diese Angebote waren im vergangenen Jahr ausgebucht. Nur eine Sache ist Markus Klotzbach aufgefallen: „Bei den Pannenkursen für Frauen und Männer sind nur Frauen gekommen. Männer scheinen Angst vor Sprüchen zu haben.“ Im Jahr 2006 sorgte der ACE dafür, dass mehr Autofahrer tagsüber mit Licht fahren; 2007 zogen sie die Gurtmuffel aus dem Verkehr; und 2008 zeigten sie Autobesitzern, dass ihre Fahrzeuge Blinker haben, die man auch benutzen sollten.