Autofahrer war noch benebelt

10.07.2007, 11:27 Uhr / Lesedauer: 1 min

Bochum Es muss schon Einiges gewesen sein, was ein 32-jähriger Bochumer an einem Wochenende im November an Haschisch geraucht hat. Zuviel auf jeden Fall, um den Tag darauf wieder Auto zu fahren. Und genau das bescherte ihm gestern einen unangenehmen Auftritt vor dem Bochumer Amtsgericht.

Im Gutachten zu seiner Blutprobe steht: «Die Menge spricht für gelegentlichen hochdosierten Konsum.» Richter Werner Romberg ergänzte: «Das ist wie mit dem Alkohol. Der ist dann auch nicht weg.» Man habe immer noch Restalkohol im Blut.

Doch dem Angeklagten, der gegen einen Bescheid über eine Geldbuße von 250 Euro und einen Monat Fahrverbot Einspruch eingelegt hatte, ging es gar nicht um den Haschkonsum. Den gab er unumwunden zu. Ihn störte, dass in dem Bescheid auch etwas über einen Verdacht auf Kokainkonsum stand. Er habe in seinem ganzen Leben noch nie Kokain genommen, beteuerte er.

Auch der Hinweis, dass dadurch die Strafe nicht geringer werde, weil das der Regelsatz im Bußgeldkatalog sei, bewirkte nichts. Er bestand auf einem Urteil. Und das bekam er. Die gleiche Strafe, nur diesmal ohne den Hinweis auf Kokain. td