Autounfall: Whatsapp-Funktion rettet einem Mann das Leben

Unfälle

Dank einer Whatsapp-Funktion und seiner Freundin hat ein 32-Jähriger einen schweren Autounfall überlebt. Der Unfall wurde von niemandem bemerkt – doch die Freundin wunderte sich, wo der Mann blieb.

Wollin

29.11.2020, 08:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
In einem Wrack musste der 32-Jährige stundenlang auf Hilfe warten.

In einem Wrack musste der 32-Jährige stundenlang auf Hilfe warten. © dpa

Ein schwer verletzter Mann musste am Freitagabend in Wollin in Brandenburg stundenlang auf seine Rettung warten. Der Unfall blieb nämlich unbemerkt – niemand wusste, dass der 32-Jährige eingeklemmt und am Verbluten war, nachdem sein Auto an einer unbeleuchteten Stelle gegen einen Baum gefahren war.

Gerettet wurde der Mann, der aus dem Landkreis Gifhorn kommt, durch seine Freundin – und eine Funktion des Messengerdienstes Whatsapp, berichtet die „Märkische Allgemeine Zeitung“ (MAZ). Das Paar war in verschiedenen Autos unterwegs und hatte deshalb die Livestandortfunktion aktiviert. Als die Frau in Berlin ankam, wunderte sie sich, dass ihr Partner nicht mehr auffindbar war. Sie fuhr an die Stelle zurück, an der das letzte GPS-Signal gesendet worden war – zwischen Wollin und Brandenburg. Nach einiger Suche fand sie den zerstörten Mercedes – und im Unfallwrack den schwer verletzten Mann.

32-Jähriger war „massiv eingeklemmt“

Die Frau alarmierte den Rettungsdienst, dieser konnte den 32-Jährigen, der laut Rettern „massiv eingeklemmt“ gewesen sei, nach einer Weile aus dem Fahrzeug befreien. Er kam in einem kritischen Zustand zur Behandlung in eine Klinik.

„Das ist ein nicht alltäglicher Unfall für uns“, sagte ein Polizist der „MAZ“. Normalerweise gebe es Zeugen, „aber diesmal war das unbeleuchtete Fahrzeug im Wald nicht zu sehen“. Warum der 32-Jährige die Kontrolle über seinen Wagen verlor, ist noch nicht bekannt.

RND