Autoverkäufer erwürgt und im Wald verscharrt

Mordprozess in Bochum

Zwei Männer aus Bochum und Dortmund sollen im Januar einen russischen Autoverkäufer ins Ruhrgebiet gelockt und bei einem Verkaufsgespräch erwürgt haben. Die Leiche wurde Tage später in einem Wald bei Witten gefunden. Seit Montag müssen sie sich wegen Mordes vor dem Bochumer Schwurgericht verantworten.

BOCHUM/DORTMUND

24.07.2017, 15:08 Uhr / Lesedauer: 1 min

Laut Anklage hatten sich die beiden 30 und 33 Jahre alten Angeklagten mit dem späteren Opfer am 16. Januar zu einer Probefahrt mit einem Audi R8 verabredet. Als Verkaufspreis stand ein Betrag in Höhe von 81.000 Euro im Raum.

Nachdem das Duo gemeinsam mit dem Autoverkäufer mit dem blauen Sportwagen von Troisdorf zur Wohnung des Bochumer Angeklagten gefahren war, soll die Lage plötzlich eskaliert sein. Der Dortmunder soll den Autoverkäufer abgelenkt, der andere Anklagte den Mann daraufhin von hinten gepackt, in den Schwitzkasten genommen und zu Tode gewürgt haben. Laut Anklage wurde dem späteren Opfer während des qualvollen Erstickens immer wieder mit einem Hammer auf den Kopf eingeschlagen.

Leiche im Wald verscharrt

Laut Staatsanwaltschaft sollen die beiden Angeklagten die Leiche des Autoverkäufers anschließend in ein Waldstück bei Witten-Durchholz transportiert und dort verscharrt haben. Mit dem Audi R8 soll das Duo anschließend noch prahlerisch bei Bekannten vorgefahren sein und behauptet haben, der Sportwagen sei ihre neueste Errungenschaft.

Nachdem die Familie des Autoverkäufers am Tag nach der Probefahrt eine Vermisstenanzeige aufgegeben hatte, waren die Angeklagten schnell ins Visier der Ermittler geraten, weil sie im Zuge der Anbahnungsgespräche ihre Kontaktdaten hinterlassen lassen.

Angeklagte belasteten sich gegenseitig

Zum Prozessauftakt machten beide Männer vorerst von ihrem Schweigerecht Gebrauch. Bei der Polizei hatten sich die Angeklagten gegenseitig beschuldigt, den Autoverkäufer getötet zu haben. Für den Prozess sind noch zehn weitere Verhandlungstage bis zum 12. Oktober anberaumt. Im Falle einer Verurteilung wegen gemeinschaftlichen Mordes droht beiden Männern eine lebenslange Haftstrafe.

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