Baby ertrinkt in Wanne: Mutter wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Todesfall

Eine Mutter hat ihren elf Monate alten Sohn alleine in der Badewanne gelassen. Der Säugling ertrank, ein anderes Kind soll die Wanne zugestöpselt haben. Die Ermittler haben jedoch Zweifel.

Espelkamp

02.09.2021, 12:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein elf Monate altes Kind ertrinkt in der Badewanne, da die Mutter es alleine lässt.

Ein elf Monate altes Kind ertrinkt in der Badewanne, da die Mutter es alleine lässt. © Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Nach dem Ertrinken ihres elf Monate alten Sohnes in der Badewanne ist eine Mutter aus Ostwestfalen wegen fahrlässiger Tötung angeklagt worden. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft der 28-Jährigen aus Espelkamp im Kreis Minden-Lübbecke vor, ihre Aufsichtspflicht missachtet zu haben, indem sie das Baby bei fließendem Wasser in die Wanne gesetzt und den Raum verlassen haben soll, wie eine Sprecherin der Behörde am Donnerstag sagte.

„Sie hätte auf ihr Kind aufpassen müssen, wenn es in der Badewanne sitzt“

Sie habe zwar angegeben, die Wanne nicht selbst zugestöpselt zu haben - dies müsse ein ebenfalls anwesendes Kleinkind gemacht haben. Die Ermittler äußerten jedoch Zweifel an dieser Darstellung. „So oder so: Sie hätte auf ihr Kind aufpassen müssen, wenn es in der Badewanne sitzt“, sagte die Sprecherin. Das „Westfalen Blatt“ hatte zuvor über die Anklageerhebung berichtet.

Den Angaben der Polizei nach dem Tod des Kindes im Januar zufolge war die Mutter zu einer Nachbarin gerannt, als sie das leblose Baby entdeckt hatte. Diese rief einen Notarzt, der das Kind nicht mehr retten konnte und die Polizei einschaltete.

dpa

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