"Bachelorette": Dortmunder Manuel fliegt raus

RTL-Kuppel-Show

Keine Rose trotz Gruppendate auf der Porno-Terrasse: Der Dortmunder Manuel ist bei der RTL-Kuppel-Show "Die Bachelorette" nach Hause geschickt worden. Der BVB-Fan glänzte zwar erneut mit frechen Sprüchen, blieb aber seltsam blass. Einer seiner Konkurrenten hat es unserer TV-Kritikerin besonders angetan - im negativen Sinn.

DORTMUND

von Stefanie Diemand

, 14.08.2014, 13:01 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die letzte Umarmung: Manuel muss sich von Anna verabschieden, er bekommt keine Rose.

Die letzte Umarmung: Manuel muss sich von Anna verabschieden, er bekommt keine Rose.

Dortmunder Manuel ist das aber egal. Er singt viel lieber zu „Männer“ von Ruhrgebietskollege Herbert Grönemeyer und als Zuschauer kann man sich bei seinem Tanzstil der Frage nicht erwehren, wann ein Mann denn tatsächlich ein Mann ist. Anna findet, dass das der „geilste, tollste Abend war“. Was Anna früher so für Dates hatte, will man gar nicht erst erahnen.   Aber auch in der Villa geht es heiß her. Luke und Marvin, die nicht mit auf das Superdate durften, bauen ihre eigene Spannung auf. So läuft Luke schwungvoll gegen die Glaswand der Villa und der Zuschauer darf die Szene nicht nur in Zeitlupe erneut anschmachten, sondern sieht auch Lukes knallrote Nase. Doch er soll dafür entschädigt werden, denn Anna lädt ihn und Marvin zum Einzeldate ein. Marvin bittet sie sogar, über Nacht zu bleiben. Das ist etwas Besonderes, schließlich hat die Bachelorette sich schon ein wenig durchgeküsst, aber Besuche über Nacht sind neu.   Als Marvin am nächsten Morgen in die Villa zurückkehrt und den Jungs sagt, dass nach dem Kuss auch Schluss war, erntet er Applaus. Und Manuel stellt ironisch fest: „Küssen ist eh intensiver.“  

  Intensiv wird es auch, als Annas Schwester Elisabeth die Jungs auf Herz und Nieren prüft. Anna ist sehr dankbar darüber, schließlich hat die 18-jährige Abiturientin schon einiges an Lebenserfahrung gesammelt. Zuallererst nimmt sie sich Aurelio zu Seite, bei dem auch der Zuschauer einiges an Fragebedarf hat. Wirkliche Antworten bekommt sie aber nicht. Mal wieder lässt er wirre Sätze verlauten, wie, dass es „leichter“ ist, „einen Hund zu zähmen, als einen Wolf“. Auch Manuel kann Aurelio nicht mehr hören und findet, dass „jede Meinung einen Doofen braucht, der sie ausspricht“. Mit der Rolle des Blöden scheint der Dortmunder also keinerlei Probleme zu haben und erzählt Elisabeth von Aurelios falschem Verhalten.  Die nimmt alles lächelnd hin und erzählt Anna ihre Eindrücke. Ihre Schwester ist dafür dankbar, denn das heute ist (mal wieder) die schwierigste Entscheidung, die sie je treffen musste. RTL hat Superlative eben drauf. Und auch Klischeesätze liegen hoch im Kurs. „Ich möchte nicht in deiner Haut stecken“, sagt Elisabeth und man kann sich nicht dagegen wehren, „Ich auch“ zu denken.  

Mit dramatischer Musikunterlegung und unter Tränen fällt Anna ihre Entscheidung. Tommy, der gefühlsbetont „Entspann dich, alles gut“, zur heulenden Bachelorette sagt, Marvin, Andreas und Tim sind weiter. Manuel im grünen Sakko ist leider raus und kann darüber nur den Kopf schütteln. Annas Erklärung ist der Klassiker: Sie sehe ihn eher als Freund. Nun ja. Hatte Manuel in den vorhergehenden Folgen noch eine tragende Rolle, tauchte er bei seinem letzten Auftritt in der Show nur selten auf. Die Sendungsmacher konzentrierten sich auf andere. Man kann gespannt sein, ob die Show auch ohne Manuels direkte Art und Aurelios Macho-Gehabe auskommt. Zum Abschluss kann man nur auf Letzteren hören: „Ich gehe dahin zurück, wo ich hingehöre.“ Na dann: Prost. 

Jetzt lesen

Schlagworte: