Bälle, Schuhe und Trikots für fußballbegeisterte Afrikaner

Mengede 08/20

MENGEDE Einen ungewöhnlichen "Trikottausch" nimmt der Fußballverein Mengede 08/20 vor: Die gelb-roten Jerseys sind bald in Uganda zu sehen. Gemeinsam mit der Kolpingfamilie Berghofen unterstützt der Klub ein Hilfsprojekt in der Stadt Mityana.

von Von Peter Bandermann

, 02.12.2009, 18:12 Uhr / Lesedauer: 1 min
Esther Weber, Kati Holtmann und Josef Toth (v.l.) mit dem Inhalt des ungewöhnlichen Spendenpakets für Uganda.

Esther Weber, Kati Holtmann und Josef Toth (v.l.) mit dem Inhalt des ungewöhnlichen Spendenpakets für Uganda.

Eigentlich sammelt Kati Holtmann stets Geld, um das vom Internationalen Kolpingwerk Köln unterstützte „Mityana Women‘s Project“ mit Wassertanks zu versorgen und die Hilfe zur Selbsthilfe in Haushalt, Landwirtschaft und Gesundheitsvorsorge anzukurbeln. Dürre, Hunger und Aids erschweren das Leben der Familien und Waisen, die beim Fußball ihre Lebensfreude zum Ausdruck bringen. Die Trikotspende aus Mengede mit weit über 120 Kluften soll „jetzt einfach nur Spaß machen“, sagen 08/20-Geschäftsführer Josef Toth und Kati Holtmann, die in der vergangenen Woche fünf große Pakete mit den Trikosätzen auf die Reise schickten. Das Porto dafür hat die Interessengemeinschaft Berghofer Gewerbetreibender übernommen.

Die Freude, die Kati Holtmanns Projektpartnerin Margret Kawooya beim Verteilen auslösen wird, können die Mengeder Kicker nur erahnen. Doch Fotos sollen die aus Trikots und Lederbällen bestehende Völkerverständigung dokumentieren. Und sie sollen nach Mengede überspielt werden. Rund acht Wochen dauert der Querpass nach Uganda – dann ist 2010. Das Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Und in der Stadt Mityana das Jahr des Lederfußballs. Denn bisher spielten die Mannschaften dort immer mit selbst gebauten Bällen aus getrockneten Bananenblättern.

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