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Bagger in der Marienkirche

Bauarbeiten

Lastwagen um Lastwagen fährt auf das Gelände an der Marienkirche. Sie bringen Beton, fahren Schutt und Erde ab. Frank Allmeroth sieht sich zufrieden auf der Baustelle für das Musikzentrum um. „Wir sind im Zeitplan“, sagt , der Leiter der Zentralen Dienste der Stadt.

BOCHUM

von Von Ronny von Wangeheim

, 05.12.2013

Überall wird gearbeitet. Auch durch die Türen der Marienkirche fahren die Bagger. Die Treppenstufen zum Chor sind verschwunden, der Boden ist abgetragen. Hunderte von kleinen runden Löchern wurden gebohrt und werden demnächst mit Beton gefüllt. So entsteht eine Mauer, die die vier Meter tiefe Baugrube für das Tiefgeschoss schützen soll.

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Bauarbeiten an der Marienkirche

Lastwagen um Lastwagen fährt auf das Gelände an der Marienkirche. Sie bringen Beton, fahren Schutt und Erde ab - die Bauarbeiten liegen im Zeitplan.
05.12.2013
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Hier entsteht die Baugrube für die Marienkirche.© Foto: Ronny von Wangenheim
Anhand der Schablonen kann man sehen, wo später die Wände fü die Frauen-Toiletten im Unterrgeschoss stehen werden.© Foto: Ronny von Wangenheim
Der Aushub der Baugrube für den großen Konzertsaal hat begonnen.© Foto: Ronny von Wangenheim
Die Bagger fahren in der Marienkirche ein und aus.© Foto: Ronny von Wangenheim
Auch draußen werden Löcher in den Boden gebort und dann mit Beton verfüllt.© Foto: Ronny von Wangenheim
Frisch mit Beton verfüllt: Eines der Bohrlöcher, die später ein feste Pfahlwand bilden werden, die die Kirchenfundamente stützt.© Foto: Ronny von Wangenheim
Die Bagger fahren in der Marienkirche ein und aus. Mehr als 100 Löcher wurden in den Boden gebohrt.© Foto: Ronny von Wangenheim
Die Bagger graben den Boden aus.© Foto: Ronny von Wangenheim
Ein Blick aus der Kirche auf das große Bauschild.© Foto: Ronny von Wangenheim
Die Bagger fahren in der Marienkirche ein und aus.© Foto: Ronny von Wangenheim
An jeder Seite der Marienkirche werden 30 bis 35 Pfähle gesetzt. © Foto: Ronny von Wangenheim
An jeder Seite der Marienkirche werden 30 bis 35 Pfähle gesetzt. © Foto: Ronny von Wangenheim
An jeder Seite der Marienkirche werden 30 bis 35 Pfähle gesetzt. © Foto: Ronny von Wangenheim
Zwei Türme© Foto: Ronny von Wangenheim
Hier entsteht die Baugrube für den Konzertsaal.© Foto: Ronny von Wangenheim
Frank Allmeroth, Leiter der Zentralen Dienste der Stadt, zeigt auf die Baugrube. Ganz hinten an der Wand verweist eine rote Markierung auf die Stelle, an der die Außenmauer beginnen wird. © Foto: Ronny von Wangenheim
Ganz hinten an der Wand verweist eine rote Markierung auf die Stelle, an der die Außenmauer beginnen wird. Die Zahl 94,35 beschreibt die Höhe der Oberkante des Erdgeschoss-Fußbodens.© Foto: Ronny von Wangenheim
Hier wurde bereits ein Vorbau abgerissen.© Foto: Ronny von Wangenheim
An jeder Seite der Marienkirche werden 30 bis 35 Pfähle gesetzt. © Foto: Ronny von Wangenheim
Als erstes wurden an beiden Seiten der Kirche kleine Anbauten abgerissen.© Foto: Ronny von Wangenheim
Die Drahtrohre weren in die Bohrlöcher eingelassen, danach wird alles mit Beton verfüllt.© Foto: Ronny von Wangenheim
© Foto: Ronny von Wangenheim
© Foto: Ronny von Wangenheim
Schlagworte Bochum

„20 Tonnen Last ruhen auf jedem der Säulen“, erläutert Allmeroth. Wenn der Boden verschwindet, könnten sie diese Last nicht mehr halten. Sehr gut lässt sich am Verlauf der Bohrungen ablesen, wie das Untergeschoss aussehen wird. „Hier kommen die Toiletten für die Männer hin“, sagt Almeroth und zeigt auf den Chor. In der Mitte der Kirche werden die Toiletten für die Frauen ihren Platz finden. Auch draußen entsteht an beiden Seiten der Marienkirche eine Bohr-Pfahlwand. Jeweils 30 bis 35 Pfähle, jeder mit einem Durchmesser von 60 Zentimeter, werden hier die Kirche gegen die Baugrube für die beiden Konzertsäle absichern. Bis zu 16 Meter tief gehen die Bohrungen.

Ein paar Meter heben Bagger die Baugrube für das Musikzentrum aus. Neben vielen Tonnen Erde wurde auch ein Haufen Backsteine ausgegraben. Es war eine der wenigen Überraschungen, die bislang auf das Bauteam warteten. Da hier bereits vor Jahren die Häuser abgerissen wurden, hatte man damit nicht gerechnet. „Vielleicht stammen sie noch von den Häusern, die im Zweiten Weltkrieg zerstört wurden“, so eine Vermutung von Allmeroth.

Bis zum 21. Dezember wird gearbeitet, danach ist bis zum neuen Jahr Pause auf dem Bauplatz. Im Januar werden die Rohbauarbeiten vergeben. Ende Februar wird mit dem Rohbau begonnen. Damit liegt alles im Zeitplan. Erst eine längere Frostphase könnte die Arbeiten stören. „Wir haben aber einen Bochumer Winter eingerechnet“, sagt Allmeroth. Ein Bochumer Winter – das sind für ihn drei Wochen. Im Plan sind auch die Verhandlungen zwischen der Stiftung Bochumer Symphonie und der Essener Brost-Stiftung. Die Stiftung möchte das Musikzentrum unterstützen, möchte dafür, dass der Bau den Namen der Verlegerin Anneliese Brost trägt. Im Gespräch sind drei Millionen Euro, eine Summe die Thomas Hüser, Sprecher der Brost-Stiftung nicht dementieren will. In der kommenden Woche sollen die konkreten Vertragsinhalte abgesprochen werden. „Wir sind auf einem sehr guten weg“, so Hüser. Eine endgültige Entscheidung fällt dann Anfang 2014. Denn über den Namen des Musikzentrums entscheidet allein der Rat der Stadt Bochum  

Zeitplan und Kosten
Im März 2014 soll der Grundstein gelegt werden. Die Fertigstellung ist für den 29. Juni 2015 geplant.
Die Kosten dürfen 32,9 Millionen Euro nicht übersteigen. Die Stiftung Bochumer Symphonie steuert 14 Millionen Euro dazu. 2,5 Millionen Euro davon sind bislang nur über Bürgschaften abgesichert. Dieses Problem wäre durch die Beteiligung der Brost-Stiftung gelöst. Die Bauarbeiten kann man auch im Internet verfolgen. Die Webcam vom Turm läuft täglich 24 Stunden und aktualisiert sich alle fünf Minuten.

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