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Bahn-Chaos beseitigt - Vandalismus war eine Protestaktion gegen Abschiebungen

Bahn-Verkehr

Das Bahn-Chaos zwischen Düsseldorf und Duisburg dauerte bis zum Dienstagabend an - mit Folgen für die ganze Region. Eine anonyme Gruppe wollte damit gegen Abschiebungen protestieren.

NRW

, 25.09.2018
Bahn-Chaos beseitigt - Vandalismus war eine Protestaktion gegen Abschiebungen

Aufgrund von Vandalismus an der Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf gab es Montag und Dienstag auf mehreren Nahverkehrslinien in NRW und im Fernverkehr erhebliche Verspätungen.

Der Bahnverkehr zwischen Düsseldorf und Duisburg war wegen Vandalismus-Schäden bis Dienstagabend gestört. Unbekannte hatten am Montag Signalanlagen zwischen Düsseldorf Flughafen und Duisburg Großenbaum beschädigt. Tausende Berufspendler mussten am Montag und Dienstag lange Wartezeiten in Kauf nehmen.

Hunderte von Kabelverbindungen waren gestört

Laut Bahn dauerten die Störungen bis in die Abendstunden an, da die Reparaturarbeiten an den beschädigten Glasfaserkabeln sehr aufwändig und zeitintensiv seien. „Hunderte von Kabelverbindungen müssen repariert werden“, erklärte die Deutsche Bahn in einer Mitteilung. Zwischenzeitlich waren die Arbeiten aufgrund polizeilicher Ermittlungen unterbrochen. Es habe erhebliche Sachschäden in noch unbekannter Höhe gegeben.

An mindestens drei Stellen wurden die Kabel zerstört. Auch Telefon und Internet in Erkrath bei Düsseldorf seien deswegen gestört gewesen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und gemeinschädlicher Sachbeschädigung.

Ermittlungen rund um das Bekennerschreiben

Nach einem Bekennerschreiben, das auch im Netz zu finden ist, wollten „namenlose Abschiebegegner“ mit der Aktion gegen Abschiebungen vom Düsseldorfer Flughafen aus protestieren. Darin heißt es wörtlich: „Der reibungslose Betrieb eines solchen Flughafens benötigt für das optimierte Umschlagen dieser „Transporteinheiten“ die ungehinderte Zu- und Abfuhr von reichlich Bord- und Bodenpersonal, Kerosin, Daten und eben jener „Transporteinheiten“ selbst. Vieles davon kommt über die Schiene. Die benötigten Daten fließen großteils in Schächten neben der Schiene. Daher haben wir heute morgen an mehreren Bahnstrecken rund um den Düsseldorfer Flughafen, den Daten- und Bahnverkehr für viele Stunden unterbrochen.“ Eine Gefährdung von Menschen habe man ausschließen wollen.

Gruppe der Abschiebegegner ist der Polizei bereits bekannt

Polizei und Staatsanwaltschaft stuften das Bekennerschreiben als authentisch ein. Dem Schreiben zufolge richtet sich der Anschlag gegen Abschiebungen vom Düsseldorfer Flughafen. Der Name der Gruppe ist der Polizei bekannt und der Staatsschutz hat die Ermittlungen bereits übernommen. Konkrete Tatverdächtige gibt es aber noch nicht. Der Deutschen Bahn zufolge waren Zehntausende Bahnreisende von den „verbrecherischen Attacken“ betroffen.

Mit dpa

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