Bahnverkehr in NRW bleibt „stark beeinträchtigt“ - heftige Unwetterschäden

Flutkatastrophe

Nach der Flutkatastrophe bleibt der Bahnverkehr „stark beeinträchtigt“, teilt die Deutsche Bahn mit. Gleise auf mehr als 600 Kilometern Länge sind beschädigt. Pendler müssen umdisponieren.

Düsseldorf

19.07.2021, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Nach der Flutkatastrophe bleibt der Bahnverkehr in NRW „stark beeinträchtigt“, teilt die Deutsche Bahn mit.

Nach der Flutkatastrophe bleibt der Bahnverkehr in NRW „stark beeinträchtigt“, teilt die Deutsche Bahn mit. © picture alliance/dpa

Die Unwetterkatastrophe in Deutschland hat auch bei der Bahn gravierende Schäden hinterlassen, die in den nächsten Tagen Folgen für die Reisenden und Pendler haben werden.

Nach einem ersten Lagebild gab es in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz „massive Beschädigungen“ an 80 Stationen und Haltepunkten sowie an Gleisen auf mehr als 600 Kilometern Länge, wie die Deutsche Bahn am Sonntag in Düsseldorf mitteilte.

Auch Weichen, Signaltechnik, Stellwerke, Brücken sowie Fahrzeuge seien durch Wasser, Schlamm und Geröll beschädigt worden. Nun werde mit Hochdruck daran gearbeitet, alle Schäden zu beseitigen.

2000 Bahnbeschäftigte seien seit Mittwoch in den betroffenen Regionen im Einsatz. Noch immer müsse an vielen Stellen Wasser abfließen und danach Schlamm und Geröll abgetragen werden. Auf der linken Rheinseite fahren seit Sonntag zwischen Bonn und Koblenz wieder Züge.

Deutsche Bahn: Nahverkehr bleibt „stark beeinträchtigt“

Der Nahverkehr mit S-Bahnen und Regionalzügen bleibe in NRW und in Teilen von Rheinland-Pfalz „stark beeinträchtigt“, hieß es in der Mitteilung mit Blick auf das Ahrtal, die Eifel, das Siegerland und die Gegend um Hagen.

Auf sechs Regionallinien in der Eifel sei der Zugbetrieb aufgrund der Unwetterschäden ganz eingestellt, teilte die Deutsche Bahn am Montag in Düsseldorf mit. Betroffen seien die Linien RE 12, RE 22, RB 24, RB 30, RB 39 und S 23/RB 23. Vielerorts sei wegen der Schäden auch kein Schienenersatzverkehr möglich.

Ersatzverkehr mit Bussen sei zwischen Hürth-Kalscheuren und Euskirchen, zwischen Bonn Hauptbahnhof und Euskirchen sowie zwischen Gerolstein und Trier Hauptbahnhof eingerichtet worden. Auch in der Gegend um Hagen und Köln gab es am Montagmorgen Verspätungen und Teilausfälle der S-Bahnen und Regionalzüge.

Beim Fernverkehr meldete das Unternehmen Fortschritte: Der Abschnitt Köln - Wuppertal - Hagen - Dortmund könne voraussichtlich ab 10 Uhr am Montag wieder befahren werden, es sei jedoch weiter mit Verspätungen zu rechnen.

Die DB empfiehlt Reisenden, sich vor Fahrtantritt unter www.bahn.de/aktuell oder unter der kostenlosen Hotline 08000 996633 zu informieren.

dpa

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