Bank will Spargeld behalten

18.03.2019, 19:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bank will Spargeld behalten

Stefanie G. muss um die Auszahlung ihres Spargelds kämpfen.Mühlbauer © Heiko Mühlbauer

Für das Sparen haben Banken lange Zeit kräftig geworben. Man zahlt Geld, das man übrig hat, auf ein Sparbuch ein. Und die Bank gibt noch jedes Jahr einen kleinen Zins dazu, da sie das Geld zwischendurch gewinnbringend als Kredit an jemand anderes verleihen kann. Mit der Zeit sammelt sich so Geld auf dem Sparbuch an, mit dem man sich irgendwann einen größeren Wunsch erfüllen kann. Das dachte auch die Schwerterin Stefanie G., eine alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Vor 18 Jahren hatte sie das Geld aus der Spardose auf ein Sparbuch beider Postbank eingezahlt. Jetzt konnte sie die 404,96 Euro gut gebrauchen, die dort inzwischen zusammengekommen waren. Für ein Kleid, das ihre Tochter auf dem bevorstehenden Abiball anziehen sollte. Doch als sie ihr Geld bei der Postbank abheben wollte, kam das böse Erwachen. Man sagte ihr, diese Art Sparbücher gebe es nicht mehr. Das Konto sei gelöscht, Ein- und Auszahlungen seien nicht mehr möglich. Das Geld müsse sie wohl abschreiben.

Das aber lässt die Frau nicht mit sich machen. Sie hat den Schwerter Rechtsanwalt Bernd Schmitt eingeschaltet. Der hat eine Strafanzeige gegen die Postbank eingereicht. 400 Euro seien doch kein geringfügiger Betrag.

Reinhard Schmitz