Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Baubeginn an Mengeder Straße noch offen

Geplante Flüchtlingsunterkunft

Es war eine ganze Menge an Informationen, die die Vertreter der Stadt am Dienstagabend für die Besucher der Informationsveranstaltung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Mengeder Straße hatten. Dennoch blieben einige Fragen offen. Wir geben einen Überblick.

NETTE

, 16.03.2016
Baubeginn an Mengeder Straße noch offen

Nicht alle der 450 vorhandenen Stühle im Pädagogische Zentrum des Heinrich-Heine-Gymnasiums waren besetzt

Thema Standortauswahl: Gemeinsam mit den Lokalpolitikern habe die Verwaltung den gesamten Stadtbezirk nach geeigneten Standorten für Übergangseinrichtungen abgescannt. Das Grundstück an der Mengeder Straße wurde als zweitbestes eingestuft (nach Breisenbach). 

Als Auswahlkriterien galten dabei Verfügbarkeit, Möglichkeit der Erschließung, Infrastruktur (Schulen, Kita, Einkaufen usw.)  aber auch Umweltaspekte wie Lärm- und Abgasbelastung für die Bewohner wurden bewertet. 

Thema Bauweise: Derzeit stehen die Planungen noch ganz am Anfang. Es ist also noch völlig offen, ob dort Container, Leichtbau- oder Traglufthallen errichtet werden.

Thema Baubeginn: Der ist abhängig davon, wie sich die Flüchtlingssituation entwickelt, heißt es dazu von der Stadt. Wenn nötig, könne die Übergangseinrichtung allerdings in sechs bis neun Monaten stehen. Diese Aussagen implizieren allerdings auch, dass eventuell gar nicht gebaut werden muss. 

Thema Bewohnerzahl: Geplant ist, dort 400 Menschen unterzubringen. Allerdings mit dem Verweis darauf, dass im Falle von steigenden Flüchtlingszuweisungen dort auch mehr Menschen untergebracht werden könnten. Eine klare Aussage darüber, für wie viele Menschen maximal Platz sein wird, gab es aber nicht. 

Thema Bewohnerstruktur: Auf die hat die Stadt wenig bis gar keinen Einfluss, denn die Menschen werden vom der Bezirksregierung verteilt. Welche Menschen und wie viele kommen erfährt die Stadt erst wenige Tage vorher. Man bemühe sich aber stets um eine ausgewogene Verteilung, betonte Sozialdezernentin Birgit Zoerner. 

Thema Sicherheit: Die Erfahrung im Umfeld bereits bestehender Unterkünfte habe gezeigt, dass es dort nicht zu überdurchschnittlich vielen Straftaten kommt. Vielmehr sei es so, dass eher die Flüchtlinge vor Übergriffen durch fremdenfeindliche Menschen geschützt werden müssten, sagte Birgit Zoerner dazu.  

Thema Kosten: Zu den Kosten für die Bebauung der rund 1, 5 ha großen Fläche gab es keine Auskunft. Allerdings verwies Planungsdezernent Ludger Wilde darauf hin, dass sich die Preise für Wohncontainer in der jüngeren Vergangenheit verdreifacht hätten und dass es am preiswertesten sei Flüchtlinge in Wohnungen unterzubringen.

Thema Integration: Diesem Thema, räumten die Verantwortlichen ein, müsse man sich künftig stärker zuwenden, allerdings stehe derzeit die Unterbringung der Geflüchteten im Fokus. Der wichtigste Faktor bei der Integration sei aber das sogenannte "Normalitätsprinzip". Am besten funktioniere Integration, wenn sich die zu Integrierenden möglichst vielfältig am Alltagsleben ihres Umfeldes beteiligen, sagte Birgit Zoerner.

 

 

 

 

 

 

D

Schlagworte: