Baumfällung ärgert Anwohner

Bahnhofstraße

Als übertriebenen Kahlschlag betrachten die Anwohner der Wattenscheider Bahnhofstraße die dortige Fällung von Bäumen. Die Kettensägen haben sich am Montag, 30. Juni, durch die vom Sturm beschädigten Bäume am Ehrenmal gearbeitet.

WATTENSCHEID

, 02.07.2014, 15:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Wattenscheider Bahnhofstraße wurden im hohen Umfang Bäume gefällt.

An der Wattenscheider Bahnhofstraße wurden im hohen Umfang Bäume gefällt.

Vorwürfe, die schwer wiegen und angesichts der Masse an gefällten Bäumen zunächst nachvollziehbar erscheinen. Denn auf dem knapp 300 Meter langen Abschnitt am kleinen Park des Ehrenmals entlang, fielen beiderseits der früher einer Allee gleichenden Bahnhofstraße mindestens 43 Bäume der Kettensäge zum Opfer. Doch die Stadt widerspricht den Vorwürfen vehement: „Wir schneiden die Bäume erstmal sicher und fällen nach Möglichkeit nicht“, sagt Barbara Gottschlich, Sprecherin der Stadt. Ziel sei es, möglichst viele Bäume zu erhalten, jedoch seien einige Bereiche stärker betroffen als andere. Dazu gehört neben dem Bereich um das Ehrenmal auch der Höntroper Südpark, der Wattenscheider Stadtgarten und der Stadtpark im Zentrum Bochums.

Auch würde die Stadt Bochum keine Fällung ohne vorherige Prüfung vornehmen: „Abschließende Entscheidungen fällen unsere internen Fachkräfte zusammen mit zertifizierten Baumkontrolleuren“, erklärt Gottschlich. Leider werden sich die Wattenscheider wohl auch an das Bild einer kahleren Bahnhofstraße gewöhnen müssen. „Wir haben so viele Bäume verloren, dass die finanziellen Mittel nicht für einen Eins-zu-Eins-Ersatz reichen“, sagt sie. Man werde jedoch in den nächsten Monaten ein Konzept für nachhaltige Pflanzungen entwickeln. „Das braucht aber seine Zeit“, sagt Gottschlich.

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