„Baumwollexpress“ als schnelle Busverbindung ist das Ziel – aber wer bezahlt das Projekt?

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Schnell mit dem Bus von Bocholt nach Bad Bentheim mit Haltepunkten in Vreden und Gronau: Dieses Projekt hat grünes Licht von den Kreispolitikern bekommen. Aber die Finanzfrage ist noch offen.

von Nikolaus Kellermann

Bocholt

, 17.01.2020, 16:44 Uhr / Lesedauer: 1 min

Derzeit laufen die letzten Feinjustierungen für den „Baumwollexpress“. So wird die mögliche Schnellbusverbindung zwischen Bocholt, Vreden, Gronau und Bad Bentheim genannt. Noch ist der Kreis auf der Suche nach Finanzierungsmöglichkeiten. Ein Landeswettbewerb könnte die erhoffen Mittel bringen, teilt der Kreis Borken mit.

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Bereits im Februar des vergangenen Jahres hatte der Borkener Kreistag grünes Licht für das Projekt gegeben. Danach hatten viele Fachleute über den Fahrplan, die Taktung und den Streckenverlauf beraten. Allerdings sei die Finanzierung des Projekts noch immer „ein Knackpunkt“, heißt es in einer Mitteilung des Kreises.

Ein Förderpreis könne die Finanzierung ermöglichen

Nun habe man sich mit einer zwölfseitigen Projektskizze um die Teilnahme am Landeswettbewerb „Mobil.NRW“ beworben, ein Förderpreis könne die Finanzierung ermöglichen.

Mit rund 5,6 Millionen Euro wird gerechnet

Die Gesamtkosten für den zweijährigen Probebetrieb der Strecke beziffert der Kreis Borken auf rund 3,8 Millionen Euro. Werden die Kosten für die Vorbereitung eines dann folgenden Regelbetriebs hinzugerechnet, belaufen sich die Ausgaben laut Kreis auf rund 5,6 Millionen Euro. „Stößt das Projekt beim Land auf Zustimmung, werden von dort 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernommen“, heißt es in der Mitteilung.

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Für die Erprobung der Modellprojekte stehen bis zum Jahr 2023 landesweit insgesamt 30 Millionen Euro bereit. Die maximale Höhe der Zuwendung beträgt fünf Millionen Euro für ein Projekt über die Laufzeit von maximal drei Jahren.

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