Baustellen-Stress im Dortmunder Süden

HÖCHSTEN Die Drei-Monats-Baustelle auf der Wittbräucker Straße sorgt für Ärger. Die SPD wirft "Straßen.NRW" vor, den Dortmunder Süden unnötig mit einer weiträumigen Umleitung mit langen Staus zu belasten. Auf Verkehrs-Stress müssen sich ab Oktober 2008 auch die Anwohner Berghofens einrichten.

von Von Peter Bandermann

, 11.06.2008, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wenn Straßen.NRW mit Baugeräten anrückt, soll die Wittbräucker Straße für drei Monate gesperrt sein.

Wenn Straßen.NRW mit Baugeräten anrückt, soll die Wittbräucker Straße für drei Monate gesperrt sein.

Gleich zwei Großbaustellen auf der Wittbräucker Straße bremsen im Süden den Verkehrsfluss:

- Am 21. Juli sperrt Straßen.NRW für 3 Monate die Wittbräucker Straße auf dem Höchsten zwischen Reichsmark und Kreisstraße. - Ab 20.10. ist auch die Durchfahrt auf der Wittbräucker Straße vom Niederhofer Kohlenweg bis zur Berghofer Straße 4 Monate unmöglich. 

„Straßen.NRW“ pfeife beim Neubau der Wittbräucker Straße auf die Interessen der Anwohner, sagt der Hörder SPD-Bezirksvertreter Rudi Gaidosch. „Der Dortmunder Süden wird einfach abgeschnitten. Die Berufspendler können sehen, wie sie damit zurechtkommen.“

"Unerträgliche Arroganz bei Straßen.NRW"

Dem Landesbetrieb wirft der Bezirksvertreter eine mangelhafte Kommunikation nicht nur mit der Stadt Dortmund vor: „Unerträglich“ sei die „Arroganz“ der Behörde, die nicht einmal die Mandatsträger in Hörde rechtzeitig informiert habe.

Anwohner, die von der Baustelle direkt betroffen sind, wurden ebenfalls nicht verständigt – am 26.6. beginnen die Sommerferien, am 21.7. rücken die Arbeiter an. Straßen.NRW muss sich also beeilen. Wie berichtet, hat „Straßen.NRW“ die Bezirksvertretung Hörde mit einem Brief über den Neubau der Wittbräucker Straße zwischen Reichsmark und Kreisstraße informiert.

Nur Busse dürfen die Baustelle passieren

In drei Bauabschnitten wird die „Wittbräucker“ ab dem 21. Juli dort für drei Monate vollständig gesperrt. Der Grund: Arbeitsschutzvorschriften. Nur die DSW21-Busse dürfen die Baustelle passieren.

Vor Probleme stellt die Vollsperrung auch die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Syburg. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte verlassen tagsüber auch ihren Arbeitsplatz, um in Notlagen einzugreifen – durch die von Straßen.NRW ausgewiesene Umleitung über Wellinghofen, Hörde, Benninghofen und den Höchsten verlieren die Helfer mindestens zehn Minuten.

Gaidosch: „Das ist ein wesentlicher Aspekt. Straßen.NRW muss auch das berücksichtigen.“

 

   

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