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BBG-Pavillons: Keine Schimmelsporen

KIRCHLINDE In den altersschwachen Pavillons des Bert-Brecht-Gymnasiums (BBG) stinkt es, aber gesundheitsgefährdend ist der Aufenthalt darin nicht.

von Von Irene Steiner

, 21.11.2007

Das Gutachten zur Schimmelpilzbelastung in den Containern hat keine besorgniserregenden Werte ergeben. Es wurden vier Proben genommen, die gemessenen Werte liegen zwischen 13 und 238 KBE je Kubikmeter Raumluft", gab Stadtsprecher Udo Bullerdieck vorsichtige Entwarnung. KBE steht als Abkürzung für "Koloniebildende Einheiten von Hefen und Schimmelpilzen".

In der Außenluft wurden zum gleichen Zeitpunkt 1025 KBE gemessen, ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Innenluft in den Pavillons nicht zusätzlich durch Schimmel in den Wänden oder Decken belastet ist. Die relativ hohe Außenluftbelastung erklärt sich laut Bullerdieck durch das hohe Maß an "Verrottung und Feuchtigkeit", das in dieser Jahreszeit normal sei.

Kein Geld für Ersatz

Und weil die Schimmelsporen in dieser Konzentration die Gesundheit der Schüler und Lehrer nicht gefährden und die maroden Container "technisch nutzbar" sind, kann die Verwaltung keinen Ersatz der Container in Angriff nehmen.

Denn neue Pavillons stehen auf keiner Prioritätenliste. Erst wenn die Politiker die Pavillons dort - und das möglichst weit oben - platzieren würden, könnte die BBG-Oberstufenschüler auf zumutbare Unterrichtsräume hoffen.

Wenig überrascht zeigte sich gestern der Leiter des Bert Brecht-Gymnasiums, Wolfgang Hardering, von dem Gutachten. "Dieses Ergebnis habe ich erwartet." An seiner Einschätzung der Situation ändert das Gutachten nichts: "Mag ja sein, dass es nicht zu akuten gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt, sich in den Pavillons aufzuhalten. Aber es ist unzumutbar, sich darin auf das Abitur vorzubereiten", findet Hardering deutliche Worte.

Unerträglicher Geruch

Auch Jan Jansauer, Schülersprecher am BBG, findet nichts Positives an den Messergebnissen: "Es macht keinen Unterschied, ob Schimmelpilz darin ist oder nicht. Es ist in den Pavillons unerträglich wegen der Geruchsbelästigung und es regnet auch nach wie vor rein."

Eine gute Nachricht hatte im Übrigen Stadtsprecher Udo Bullerdieck auch: Die Heizungsanlage wurde gründlich gecheckt. "Es sind zwei Fehler gefunden worden, die bis Ende nächster Woche behoben sein sollen."

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