Bebauungsplan für Bochumer Opel-Gelände steht

Konzept vorgestellt

Die Planungen für die Zukunft des Opel-Geländes gehen in ihre entscheidende Phase. Am Montag wurde im Rathaus der endgültige Bebauungsplan für das riesige Areal vorgestellt, bis Ende Januar wandert er nun durch die Instanzen. Bis zur endgültigen Entscheidung dauert es allerdings noch etwas.

BOCHUM

, 11.01.2016, 19:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bebauungsplan für Bochumer Opel-Gelände steht

So sah das Opel-Werk I im Sommer 2014 aus. In Zukunft wird sich das Bild komplett ändern.

Kai Müller vom Bochumer Stadtplanungs- und Bauordnungsamt sprach am Montag bei der Vorstellung des Bebauungsplans Nummer 947 von einem "nächsten Meilenstein". Jener Plan sieht vor, das Gelände vom Opel-Werk I in Laer zukunftsfähig zu gestalten, neue Unternehmen anzulocken und dauerhaft in der Stadt zu halten. DHL gilt nach wie vor als heißer Kandidat für eine Ansiedlung. Bis es soweit ist, müssen jedoch zunächst einmal die Abrissarbeiten beendet werden. Die stocken wegen eines Rechtsstreites voraussichtlich noch bis zum Frühjahr.

Zwei Gebäude unter Denkmalschutz

Bis auf zwei Gebäude soll alles, was einmal Opel war, verschwinden. "Es gibt nahezu keine Nachnutzungsmöglichkeit für die Hallen", so Müller. Stehen bleiben sollen das Verwaltungsgebäude und ein kleiner Bau im Süden des Geländes, eine ehemalige Acetylen-Aufbereitung. Beide Gebäude sollen dauerhaft unter Denkmalschutz gestellt und in anderer Form weiter genutzt werden.

Aus der mittlerweile ungenutzten Bahnstrecke am Gelände soll nach Wunsch der Stadtplaner ein Radweg entstehen, entlang der Wittener Straße ist ein Technologiecampus vorgesehen– die Pläne hierfür stammen aus dem Städtebau-Wettbewerb, der im Herbst abgeschlossen worden ist. Jener Bereich ist beim Bebauungsplan 947 zunächst auch außen vor.

Verlängerung der Linie 302

Von den restlichen 34 Hektar sollen 14 als Industriefläche ausgewiesen werden, 20 als Baufläche. Ein eigenes Straßensystem soll entstehen, ebenso wie zahlreiche Grünflächen zur Naherholung, die Straßenbahnlinie 302 soll verlängert werden und bis aufs Gelände reichen.

 

Aufgeteilt sind die Pläne in zwei Abschnitte, der erste betrifft zunächst die vorgesehene Industriefläche östlich vom Verwaltungsgebäude. Bis Ende 2017 soll der erste Abschnitt fertiggestellt sein. "Wenn in den Ausschüssen keine Änderungen am Plan vorgenommen werden, wird alles am 30. Juni im Rat beschlossen", so Kai Müller. "Dann kann begonnen werden."

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