Bebbelsdorf-Bewohner sorgen sich um ihre Straße

Lärm und Verkehrschaos

20 Bürger aus Bebbelsdorf trugen am Dienstag, 24. Juni, im Planungsamt ihre Bedenken gegen die Mini-Gewerbefläche vor. Lärmschutz, Verkehrs- und Abwasserprobleme standen da ganz weit oben auf ihrer Agenda.

ANNEN

, 25.06.2014, 15:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bebbelsdorf-Bewohner sorgen sich um ihre Straße

Die Nachbarn des beabsichtigten Gewerbegrunds diskutierten angeregt, sachlich und fundiert über die städtische Planung.

Läuft alles glatt, soll der Rat im ersten Quartal 2015 über die Verwendung der in Privatbesitz befindlichen Fläche befinden. Großes Gewerbe wird es im Dreieck zwischen dem abknickenden Bebbelsdorf und dem Treffpunkt mit der Liegnitzer Straße südlich der A 44 und der Müll-Umladestation eh nicht geben. „Mittelständische Handwerksbetriebe oder Büronutzung sind denkbar“, so Merres. Gerade einmal 6500 qm stehen dort zur Verfügung. Auf einem Gelände, das sich von der Liegnitzer Straße kommend am Fuße des hügeligen Anstiegs zur Autobahnbrücke am Knick des Bebbelsdorfs befindet. Dennoch zählen angesichts des großen Defizits von mehr als 32 Hektar fehlenden Gewerbegrunds auch derlei Kleinode. Wobei die benachbarten Grabeland-Pächter nichts befürchten müssen. „Es geht nur um die Weideland-, Gras- und Hundesportflächen“, betonen die Planungsamtsmitarbeiter unisono.

Das einst für Landwirtschaft vorgesehene Gelände sorgt vor der Vermarktung für Arbeit und Kosten. So müssen Fachgutachten zu Lärmschutz, Bergbaulasten sowie zu bedrohten Tier- und Pflanzenarten etc., eingeholt und ausgewertet werden. „Die Kosten“, erläutert Arne Merres, „muss der Eigentümer tragen.“ Für die städtischen Bemühungen gäbe es bei erfolgreicher Umsetzung „ein kleines Plus an Gewerbesteuer.“ Das war´s auch schon. Die sachlich argumentierenden Nachbarn sehen indes weitere Nachteile auf sich zukommen. Neben dem Gestank der Biogasanlage, „den es ja eigentlich gar nicht gibt“, wie eine Besucherin sarkastisch feststellte, und dem enorm zunehmenden Verkehr zur Müll-Kippe, fürchten die betroffenen Bürger weiteren Lärm durch an- und abfahrenden Zulieferverkehr.

Zudem möge man wegen der Hanglage auch die Wassermengen bei Starkregen berücksichtigen, bat ein Ehepaar. Barbara Bokel merkte an, dass all dies unter dem Aspekt der „Wirtschaftlichkeit“ zu betrachten sei. Und da scheint die kleine Fläche angesichts des großen Aufwands und der hohen Kosten nicht gerade die besten Karten zu haben.

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