Begegnung berührte

LANGENDREER Ein feierlicher Berichtsabend beendete letzte Woche den diesjährigen Schüleraustausch der Rudolf Steiner Schule Bochum mit der Schule Nr. 19 in Donezk, zu der seit 1999 Kontakt besteht.

29.11.2007, 17:31 Uhr / Lesedauer: 1 min
Begegnung berührte

Zum Abschlussfest mit den Steiner-Schülern gab es Blumen für die ehemaligen Zwangsarbeiter.

Vor der Schulgemeinschaft und geladenen Gästen, wie der Ehrenvorsitzenden der Gesellschaft Bochum-Donezk, Waltraud Jachnow und Prof. Jachnow, berichteten Schüler und Lehrer über ihre Eindrücke und Erfahrungen der vielfältigen Begegnungen.

Bild vom Alltagsleben

Während zunächst im März 13 Jugendliche und zwei Lehrerinnen der Donezker Schule in Bochum zu Gast waren, reisten jetzt die Bochumer Schüler für zwei Wochen in die Partnerstadt, um das gemeinsame, von der gemeinnützigen Stiftung West-Östliche Begegnungen (WOEB) in Berlin geförderte Projekt "Perspektiven Jugendlicher in Deutschland und in der Ukraine unter besonderer Berücksichtigung geschichtlicher Aspekte" zum Abschluss zu bringen und sich mit eigenen Augen ein Bild vom Alltags- und Schulleben in der Partnerstadt Donezk zu machen.

Natürlich stand die Herbstreise der von den Lehrerinnen Petra Bohle, Irena Stechly-Willitek und Angela Landowski begleiteten Jungen und Mädchen der Rudolf-Steiner-Schule im Vordergrund.

Aufnahme in Familien

Neben einer Vielzahl mit dem Projekt verbundener Aktivitäten (u. a. Unterrichtshospitationen in allen Klassenstufen der Partnerschule, Besuche im dortigen, für ukrainische Verhältnisse hochmodernen Arbeitsamt und an der Hochschule für Tourismus) stand auch ein Besuch im Bochumer Haus sowie eine Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeitern auf dem Programm, welcher die Schüler sehr berührte.

Die Schüler lebten für die Zeit des Austausches in den Familien ihrer Partner und lernten so das Alltags- und Schulleben ihrer Gastgeber aus erster Hand kennen.

Auf diese Weise wird die Begegnung mit einem anderen Land und einer anderen Kultur für die Schüler zu einem unvergesslichen Erlebnis und lässt sie auch die Gegebenheiten in ihrer eigenen Heimat mit neuen Augen sehen.

Der Schüleraustausch der Rudolf Steiner Schule mit insgesamt fünf Schulen in Donezk hat bereits eine lange Tradition.