Begehbare Skulptur bereichert den Lippepark

"Haldenzeichen" eingeweiht

Sie wirkt eigenartig vertraut, die begehbare Skulptur, die da auf der Halde von Schacht Franz im Lippepark Hamm thront. Das sogenannte "Haldenzeichen" macht doch ein wenig den Eindruck, als sei es aus der Zeit gefallen. Und das darf als Kompliment verstanden werden, denn die 7,5 Meter hohe Stahlskulptur, die im knalligen Orange angestrichen ist, versprüht durch ihre Rundungen den Charme eines architektonischen Experimentalbaus aus den 70er-Jahren.

HAMM

, 21.12.2016, 17:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Begehbare Skulptur bereichert den Lippepark

Das erste "Haldenzeichen" in Hamm wurde am Mittwoch eingeweiht.

"Man kann das durchaus als Retro-Optik bezeichnet", sagt Christoph Erdmann, Bauleiter für Tiefbau und Grünflächen bei der Stadt Hamm. In den vergangenen vier Wochen begleitete er den Aufbau des Werks, das aus Einzelteilen mit einem großen Teleskop-Stapler zusammengefügt werden musste. "23,4 Tonnen Stahl waren zu montieren. Rund 500 Schrauben wurden verwendet, um die Skulptur zusammenzuhalten."

Und auch, wenn gestern Abend Hamms Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann vor dem "Haldenzeichen" ein paar Sätze zur Einweihung des Werks sprach, so ist die formschöne Arbeit mit Aussichtsplattform, die das Architekturbüro Berghaus für den Lippepark entworfen hat, nur der Anfang eines größeren Projekts.

Vier weitere Skulpturen sollen folgen

Vier weitere "Haldenzeichen" sollen künftig noch auf den künstlich angelegten Hügeln der Halden Radbod, Humbert, Sundern und Kissinger Höhe realisiert werden. Gestalterisch wird die Haldenkette so miteinander verbunden. Jeweils 150000 Euro kostet jeder der abstrakten Leuchttürme, deren Entwurf bei dem von der Stadt Hamm ausgeschriebenen Wettbewerb "Halde 5" den ersten Platz belegte.

Mitfinanziert wird die Kunst im öffentlichen Raum durch Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen. Bei den Besuchern des Lippeparks kommt das erste "Haldenzeichen" seiner Art jedenfalls jetzt schon mehr als gut an. Denn der Gang auf die Aussichtsplattform lohnt sich auch, wenn man einen spektakulären Blick über Hamms Industrieareal im Stadtteil Herringen werfen möchte.