Bei der Extraschicht zum ersten Mal den Zeppelin „Theo“ erleben

Industriekultur am 27. Juni

Die Nacht der Industriekultur lädt am 27. Juni zum Beispiel dorthin ein, wo das Luftschiff sein Zuhause hat. Der Vorverkauf hat begonnen. Doch was passiert, wenn das Virus zuschlägt?

12.03.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer Spielort bei der Extraschicht am 27. Juni: Die Luftschiffhalle am Flughafen Essen-Mülheim ist 85 Meter lang und 25 Meter hoch. Das riesige Luftschiff „Theo“ wird in seinem Zuhause zu sehen sein.

Neuer Spielort bei der Extraschicht am 27. Juni: Die Luftschiffhalle am Flughafen Essen-Mülheim ist 85 Meter lang und 25 Meter hoch. Das riesige Luftschiff „Theo“ wird in seinem Zuhause zu sehen sein. © dpa

Alle anwesenden Journalisten hatten bei der ersten Extraschicht-Pressekonferenz des Jahres 2020 am Donnerstag dieselbe Frage auf dem Block. Was passiert mit der 20. Nacht der Industriekultur am 27. Juni 2020, wenn das Coronavirus dann immer noch ein Problem ist?

Axel Biermann, Geschäftsführer der Ruhr Tourismus GmbH, beantwortete das ausführlich, ohne überhaupt gefragt worden zu sein. „Bei einer Absage gibt es das Geld für die Tickets zurück“, betonte er. „Wir bewerten die Situation jeden Tag neu.“ In 14 Wochen bis zu Extraschicht könne noch viel passieren. Auf der Website werde es stets aktuelle Informationen geben. Nur die Verlegung eines so aufwendig organisierten Ereignisses sei grundsätzlich nicht möglich.

Riesen-Halle in Mülheim

Schade wär’s ja. Denn die 1,5 Millionen Euro teure Jubiläums-Extraschicht wartet von 18 Uhr bis zwei Uhr nachts mit spannenden neuen Spielorten auf. Der Hit dürfte die Luftschiffhalle auf dem Flughafen Essen-Mülheim sein. Zwar wird Luftschiff „Theo“ nicht fliegen, aber die 60 Meter lange und 18 Meter hohe weiße Zigarre voller Helium ist ein fantastischer Hingucker. Ihr froschgrünes Zuhause – zu sehen von der Autobahn 52 – ist noch gigantischer, nämlich 85 Meter lang und 25 Meter hoch. „Die Halle ist sonst nicht öffentlich zugänglich“, sagt Frank Peylo von der WDL-Luftschiffgesellschaft. „Außerdem werden wir hier eine Ausstellung rund um die Geschichte des Fliegens zeigen.“ Eine fantasievolle Beleuchtung soll die Halle ins richtige Licht setzen.

Zur Landesgartenschau Kamp Lintfort

Weitere interessante Spielorte sind in Zusammenarbeit mit der RAG Montan Immobilien ins Programm gekommen. Das einstige Bergwerk West wird in diesem Jahr Standort der Landesgartenschau Kamp-Lintfort. Mit dem Extraschicht-Ticket wird man sich die Blumenpracht anschauen können – plus Walk-Acts und Bühnenprogramm. Ebenfalls ein Debütant ist die die Zeche Niederberg in Neukirchen-Vluyn. „Das ist ein attraktiver Stadtteil geworden“, versprach Stephan Conrad von der RAG Montan Immobilien. Auch das Trainingsbergwerk in Recklinghausen ist ein Spielort, zuvor waren nur angemeldete Besucher willkommen. „Rückkehrer“ ins Programm sind der Malakoffturm in Bottrop, der Müga-Park in Mülheim und das Deutsche Bergbaumuseum in Bochum. „Welche Region hat so viel zu bieten?“, fragte Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr. Insgesamt 25 Städte mit rund 50 Spielorten machen mit, im letzten Jahr kamen 300.000 Menschen.

Karten zum Frühbucherpreis kosten ab sofort bis zum 13.5. im Vorverkauf 12 Euro, ab 14.5. im Vorverkauf 17 Euro, an der Abendkasse 20 Euro – im Internet oder in den jeweiligen Stadtmarketing-Büros. www.extraschicht.de
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