Bei Opel herrscht keine Unruhe

BOCHUM Der Rekordverlust des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) von 39 Mrd. Dollar wird keine aktuellen Auswirkungen auf den Standort Bochum und die heimische Astra-Produktion haben. Davon zeigte sich der Bochumer Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel im Gespräch mit unserer Zeitung überzeugt.

von von Joachim Stöwer

, 08.11.2007 / Lesedauer: 2 min
Bei Opel herrscht keine  Unruhe

Rainer Einenkel: "Absoluter Unsinn".

Er widerspricht damit klar der Einschätzung des Gelsenkirchener sog. „Automobil-Experten“ Prof. Ferdinand Dudenhöffer von der FH Gelsenkirchen, der spekuliert hatte, dass GM die Produktion des erfolgreichen Astra oder anderer kleiner Modelle aus Kostengründen von Europa in die USA verlagern könnte.

"Absoluter Unsinn"

„Absoluter Unsinn“, sieht Einenkel keine Planungen oder Überlegungen in dieser Richtung. „Dass wir uns ständig in Sachen Arbeitskosten und Produktivität mit anderen Standorten vergleichen müssen, ist zwar seit Jahren die Regel, aber wir konkurrieren mit Osteuropa, nicht mit den USA.“

Er habe im übrigen auch die „glaubhafte“ Zusage von GM, dass die Stammbelegschaften der Werke in den Staaten nicht gegen Billigkräfte ausgetauscht würden. Schon deshalb könne sich eine Astra-Verlagerung nicht rechnen. Das sieht wohl auch die Belegschaft so: „Hier im Werk herrscht keine Unruhe“, bekräftigt Einenkel.

Gute Opel-Bilanz

Die aktuellen Verlustzahlen, so der Bochumer Betriebsratsvorsitzende, hätten auch keine Auswirkungen auf die Opel-Bilanz. Dennoch ist ihm auch klar, dass GM den Kurs Kostensenkungen weiter verfolgen werde. Die Frage sei deshalb auch: „wer baut ab 2010 wie viele Astra?.“