Beleuchtungssanierung im Schauspielhaus

Großbaustelle

BOCHUM Nach dem Ende der Theatersaison ist das Schauspielhaus nicht in einen Sommerschlaf verfallen, sondern hat sich in eine riesige Baustelle verwandelt. Bis zum Probenbeginn im September soll der erste Abschnitt der drei Millionen Euro schweren Beleuchtungssanierung abgeschlossen sein.

von Von Max Florian Kühlem

, 24.07.2009, 16:26 Uhr / Lesedauer: 1 min

Momentan ist vom zauberhaften, den Bühnenraum verklärenden Theaterlicht nichts zu sehen. Alle Scheinwerfer abmontiert Alle Scheinwerfer wurden abmontiert und lagern in den Fluren, in denen sonst das Publikum flaniert. Die alten Kabel wurden heraus gezogen, Dimmer- und Schalt-Räume leergeräumt. Nur provisorisches Arbeitslicht beleuchtet die Baustellen rund um den Zuschauerraum.

Bis zum Feuervorhang

Der erste Bauabschnitt betrifft nämlich "nur" das Vorderhaus: Von den Zuschauerrängen bis zum Feuerschutzvorhang der großen Bühne. "Wenn wir alles zusammen, also die Anlagen bis zur Kammerbühne, saniert hätten, hätte es drei Monate gedauert", erläutert der Leiter der Beleuchtungsabteilung, Falk Hampel. "Während der Spielzeit ist so etwas aber wegen der großen Einschnitte nicht zu machen."Flexibilität

Wichtigstes Ziel der Baumaßnahme ist die Flexibilität. Es werden kaum neue Geräte angeschafft, sondern die schon vorhandenen Multifunktionsscheinwerfer (etwa Moving-Lights) besser steuerbar gemacht und vernetzt. Alle Scheinwerfer und auch das Arbeitslicht werden durch das Ethernet, also ein modernes Datennetzwerk verbunden, so dass die Stellwerker ihre Pulte auch im Zuschauerraum oder auf der Bühne aufbauen und so wesentlich besser in Probenprozesse eingebunden werden können. An allen Beleuchtungsstationen werden die Aufhängungen für Scheinwerfer und die Stromversorgung erneuert - die aufwendige Verlegung von Verlängerungskabeln ist damit passé. "Nach dem Umbau sind wir beleuchtungstechnisch DAS Haus in Deutschland", freut sich Hampel.

Bessere Bedingungen

Zwar werde es sicher etwas Zeit in Anspruch nehmen, die alten Aufführungen mit der neuen Anlage wieder einzurichten, doch freuten sich die Mitarbeiter, weil in Zukunft alles einfach zu handhaben sei. Freude herrscht bei den Beleuchtern auch, weil mit der Sanierung die Arbeitsbedingungen verbessert werden: Die Stationen werden geräumiger und haben einen neuen Anstrich erhalten - ein freundliches blaugrau statt dem früheren "schwarzen Loch".