Berghoferin entrüstet: Busfahrer verscheucht weinendes Kind

APLERBECKER MARK Jeder hat einmal einen schlechten Tag. So auch der Busfahrer, der die Mutter eines zahnenden und deshalb weinenden Mädchens am Donnerstag in harscher Tonlage darauf hingewiesen hat, dass ihm das Geschrei auf die Nerven geht – und die Frau bitte hinten Platz nehmen möge.

von Von Peter Bandermann

, 12.12.2008, 17:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Berghoferin entrüstet: Busfahrer verscheucht weinendes Kind

Melanie Gritzko und ihre Tochter Celina.

Wie jeden Mittag hatte sie ihre Tochter vom städtischen Kindergarten in der Mark abgeholt und war an der Haltestelle „Aplerbecker Schulstraße“ in die Line 440 eingestiegen, um nach einmal Umsteigen an der Sulpkestraße zu Hause in Berghofen wieder auszusteigen. Melanie Gritzo hätte den Bus unter normalen Umständen nach sechs Haltestellen wieder verlassen – doch der Hinweis des Busfahrers, dass er seine Nerven noch brauche, kam an der zweiten Haltestelle, „Am Dreisch“, wo die Mutter das Fahrzeug verlassen hat.

Den Ärger der Kundin kann DSW21-Pressesprecher Wolfgang Herbrand gut verstehen. „Natürlich haben wir uns entschuldigt. Es hat ein vernünftiges Gespräch gegeben, und als Wiedergutmachung überreichen wir der Kundin ein Präsent.“ Herbrand stellte klar, dass sein Unternehmen größten Wert auf einen freundlichen Umgang lege. Selbstverständlich auch im hektischen Advent, wenn bei manchen Menschen die Nerven blank liegen würden.

Melanie Gritzko hat die Entschuldigung gestern angenommen, möchte aber dennoch erfahren, wie sich der Busfahrer am kommenden Montag dazu äußert. Sie habe auch Verständnis dafür, dass ein weinendes und quengeliges Kind im Bus den Fahrer stören würde. Nur: „Das hätte man mir dann auch freundlich sagen können.“ 

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