Bergmann-Bier wird ab 2017 auf Phoenix-West gebraut

Zwei Millionen Euro

Vom Mikrobiologen zum Brauerei-Besitzer: Mit dem Umzug seiner Bergmann-Brauerei vom Hafen nach Hörde auf Phoenix-West erfüllt sich Thomas Raphael einen Traum. Noch in diesem Jahr soll Baustart sein für den Neubau Dortmunds kleinster und jüngster Brauerei. Wir stellen die Details vor.

HÖRDE

, 02.09.2016, 13:04 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bergmann-Bier wird ab 2017 auf Phoenix-West gebraut

Brauerei-Chef Thomas Raphael.

Die Verträge sind unterschriftsreif: Innerhalb der nächsten Wochen wird das rund 2200 Quadratmeter kleine Grundstück nördlich der Phoenix-Halle an die „Phoenix-West Immobilien GmbH & Co KG“ übergehen, in der zehn Gesellschafter gebündelt sind. Auf „rund zwei Millionen Euro einschließlich Grundstücksbau und Neubau beziffert Thomas Raphael die Gesamtinvestition. Nach einem halben Jahr Bauzeit sollen 2017 auf Phoenix-West die Zapfhähne aufgedreht werden.

Biergarten auf Phoenix-West

Brauerei-Geschäftsführer Thomas Raphael und sein Partner Herbert Prigge haben sich einiges vorgenommen. Der Jahresausstoß soll von bislang 3000 auf 5000 Hektoliter fast verdoppelt werden. Richten soll es ein festangestellter Braumeister. Fünf Mitarbeiter sind für Verwaltungsarbeiten vorgesehen, 15 Aushilfskräfte sollen den Verkauf im Biergarten auf Phoenix-West und im denkmalgeschützten „Bergmann-Kiosk“ am Hohen Wall ankurbeln. Mit Hilfe der bisherigen Vertriebspartner wie Rewe, Real und Kaufland soll das Bergmann-Bier weiter in Dortmund und den umliegenden Städten Schwerte, Lünen und Bochum vertrieben werden. 

Gastronomie ist vom Tisch

Durch den Umzug nach Hörde werden die auf mehrere Standorte verteilten Einheiten zusammengefügt: Die Produktionsstätte liegt an der Schäferstraße, die Verwaltung an der Speicherstraße und das Lager in Lindenhorst. Und da mit Blick auf die Hygieneanforderungen der EU ohnehin Investitionen fällig geworden wären, entschied Raphael, gleich neu zu bauen. 

Die mit dem Neubau geplante Gastronomie ist allerdings vom Tisch. Eine üppige Speisekarte im Biergarten wird es nicht geben. Hungern sollen die Gäste der Bergmann-Brauerei aber auch nicht: Sie sollen sich (ähnlich wie im Café Erdmann im Westpark) an einer Ausgabestelle mit kleineren Mahlzeiten eindecken können. Erreichbar wird die Bergmann-Brauerei zunächst über einen provisorischen Abzweig von der Konrad-Zuse-Straße. Für die endgültige Anbindung soll später die auf Phoenix-West geplante Südtangente sorgen. 

Bier-Hochburg Dortmund

Gut möglich, dass Thomas Raphael, Hausherr in der Bergmann-Brauerei, seinen Job als Mikrobiologe aufgibt und sich auf seine Rolle konzentriert. „Darauf könnte es hinauslaufen“, sagt er. 2005 hatte er als Privatmann für 300 Euro den Markennamen gekauft. „Eher aus Jux“, wie er sagt. 2007 gründete er eine GmbH und ließ das Bergmann Bier wieder fließen. Aus Jux wird betriebswirtschaftlicher Ernst: eine neue Braustätte in der früheren Bier-Hochburg Dortmund.

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