Bericht: Bundesregierung will überschüssige Masken verschenken

Coronavirus

Zu Beginn der Corona-Krise war Mund-Nasen-Schutz auch in Deutschland Mangelware. Inzwischen gibt es aber offenbar zu viele Masken - diese sollen nicht für schlechte Zeiten aufbewahrt werden.

Berlin

14.08.2020, 11:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am Anfang herrschte noch Maskenknappheit, nun gibt es sie im Überschuss.

Am Anfang herrschte noch Maskenknappheit, nun gibt es sie im Überschuss. © picture alliance/dpa

Die Bundesregierung plant laut einem Medienbericht, überschüssigen Mund-Nasen-Schutz kostenlos an Staaten abzugeben, die besonders unter der Pandemie leiden. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf eine Vorlage aus dem Auswärtigen Amt, die als Verschlusssache eingestuft worden sei.

Demnach geht es um 250 Millionen Masken im Wert von 275 Millionen Euro, die über die Weltgesundheitsorganisation an andere Staaten abgegeben werden sollen. Damit könne man „ein Zeichen sichtbarer Solidarität“ setzen, heißt es laut dem Bericht in dem Papier. Zunächst solle dabei Material abgegeben werden, dessen Haltbarkeit bald abläuft. Das Finanzministerium ist demnach mit der kostenlosen Abgabe einverstanden – auch wegen Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. Eine Vernichtung sei wegen des hohen Bedarfs andernorts nicht zu verantworten.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, hat das Gesundheitsministerium von Jens Spahn (CDU) nach dem anfänglichen Mangel zu Beginn der Corona-Krise 2,7 Milliarden Masken importiert, eine weitere Milliarde sei bis Ende des Jahres vertraglich gesichert. Allerdings sei bislang nur ein Bruchteil ausgeliefert worden.

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