Bermudadreieck kritisiert Weihnachtsmarkt

Konkurrenz zur Partymeile

Der Bochumer Weihnachtsmarkt ist ein Besuchermagnet. Während sich die Menschen am Wochenende von einem zum anderen Stand schieben, ist nicht viel los im Bermuda-Dreieck. Das behauptet Dirk Steinbrecher, der Sprecher der Immobilien- und Standortgemeinschaft (ISG) des Kneipenviertels.

BOCHUM

von Von Andrea Wellerdiek

, 21.12.2013, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der Weihnachtsmann fliegt in seinem Schlitten über den Bochumer Weihnachtsmarkt hinweg.

Der Weihnachtsmann fliegt in seinem Schlitten über den Bochumer Weihnachtsmarkt hinweg.

Dann bieten viele Stände ein „Rundum-Sorglos-Paket“, wie es Steinbrecher formuliert. Dort gäbe es Bier, Wein, Sekt, Longdrinks und besondere Veranstaltungen wie etwa eine Kopfhörer-Party. Und das in Kneipen-Atmosphäre. Schließlich haben viele Stände eine Theke und beheizte Aufenthaltsbereiche. Der Sprecher der ISG Bermuda-Dreieck sieht ebenso eine Vergrößerung der Stände als Konkurrenz für das Kneipenviertel an. Rund ein Drittel der Stände – darunter das Glühwein-Gässchen in der Harmoniestraße – hätten nun mehr Fläche zur Verfügung, so Dirk Steinbrecher. Die für den Weihnachtsmarkt zuständige Gesellschaft Bochum Marketing widerspricht. „Alle Stände sind gleich groß geblieben. Auch das Glühwein-Gässchen hat sich nicht verändert“, sagt Geschäftsführer Mario Schiefelbein. Er glaubt indes, dass das Bermuda-Dreieck von dem Weihnachtsmarkt profitiert. „Ohne den Weihnachtsmarkt würden weniger Menschen in die Innenstadt kommen. Wir hoffen, dass alle Geschäftsleute davon profitieren“, sagt Schiefelbein. Wenn es dem Bermuda-Dreieck in der Weihnachtszeit an Besuchern fehlen würde, dann müssten die Verantwortlichen vielleicht „mehr tun, um die Leute dorthin zu holen“, so der Geschäftsführer.

Bochum Marketing habe in diesem Jahr verstärkt Werbung für den Weihnachtsmarkt betrieben. Der „fliegende Weihnachtsmann“, der laut Veranstalter einzigartig ist in Deutschland, war auf Plakaten bundesweit und in den Niederlanden zu sehen. Und die Menschen kamen nach Bochum. „Wir glauben, das ist der beste Weihnachtsmarkt, den wir je hatten“, sagt Mario Schiefelbein. Trotz des großen Erfolges bleibt der Markt dennoch vorerst bis zum 23. Dezember geöffnet. „Es war nie geplant, den Markt über das Weihnachtsfest zu verlängern“, so Schiefelbein.

Dies hatte Dirk Steinbrecher von der ISG Bermuda-Dreieck befürchtet. Der Betreiber des Mandragora würde dann mit noch mehr Einbüßen rechnen. Während des Weihnachtsmarktes habe er von Sonntag bis Donnerstag 500 Euro weniger Umsatz erwirtschaftet. Für einige Gastronomen ist der Weihnachtsmarkt offenbar alles andere als ein Besuchermagnet.

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