Berufsfeuerwehren finden keine geeigneten Bewerber

Dringend Personal benötigt

Die Berufsfeuerwehren in NRW haben mit immer mehr schlechteren Bewerbern zu kämpfen. "Wir haben nicht nur einen Mangel an Quantität, es mangelt vor allem an der Qualität der Bewerber", sagte der Sprecher der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft in NRW, Andreas Herlinghaus. Viele Bewerber würden den anspruchsvollen Aufnahmetest nicht bestehen.

NRW

04.09.2014, 06:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Symbolbild: Feuerwehrmänner.

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Gewerkschaftssprecher Herlinghaus kritisierte: „Die Städte haben zu lange gewartet, weiteres Personal einzustellen. Jetzt suchen alle Berufsfeuerwehren gleichzeitig nach neuen Auszubildenden.“ Das mache es den Wehren neben der teils schlechten Qualität der Bewerber zusätzlich schwer, geeignete Auszubildende zu finden.

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Der Städte- und Gemeindebund NRW wies die Kritik der Feuerwehr-Gewerkschaft zurück. „Die Städte bemühen sich permanent, neues Personal zu finden“, sagte Geschäftsführer Hans-Gerd von Lennep. Der Arbeitsmarkt gebe aber nicht immer genügend geeignete Bewerber her.  

Sollten die Wehren bei ihrer Suche nach geeigneten Auszubildenden nicht fündig werden, wären die Folgen nach Angaben des Verbands der Feuerwehren in NRW dramatisch. Verbandssprecher Christoph Schöneborn: „Wenn es ganz schlimm kommt, müssten wir mit verminderter Personalstärke arbeiten.“ Heißt: Bei Bränden stünden weniger Einsatzkräfte zur Verfügung, die Rettung von Menschenleben würde länger dauern.   Das Brandschutzgesetz von Nordrhein-Westfalen schreibt vor, dass in kreisfreien Städten nicht die Freiwillige Feuerwehr, sondern eine Berufsfeuerwehr mit ausgebildeten Kräften zum Einsatz kommt. Derzeit gibt es hierzulande 31 Berufsfeuerwehren. Hinzukommen zahlreiche Freiwillige Feuerwehren in den kleineren Städten mit hauptamtlichen Kräften.