Berufspraxisstufe startet an der Mira-Lobe-Schule

Eierkampstraße

An der Mira-Lobe-Schule, einer Förderschule in Hombruch, wird sich im nächsten Schuljahr einiges ändern. Dann können sich Schüler der zweiten Sekundarstufe praktisch auf das Leben nach dem Abschluss vorbereiten. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu dem neuen Bildungsangebot.

HOMBRUCH

, 24.02.2016, 01:41 Uhr / Lesedauer: 1 min
An der Mira-Lobe-Schule könnte es ab dem nächsten Schuljahr die erste Berufspraxisstufe geben.

An der Mira-Lobe-Schule könnte es ab dem nächsten Schuljahr die erste Berufspraxisstufe geben.

Was ist das neue Bildungsangebot?

„Die zweijährige Berufspraxis ist die Phase zwischen Schule und Erwachsenwerden und dient der Erfüllung der Berufsschulpflicht“, heißt es im Konzept der Schule zur Arbeit in der Berufspraxisstufe. Die soll es endlich auch an der Mira-Lobe-Schule geben, der Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung. Im Schuljahr 2016/17 werden die ersten Schüler der zweiten Sekundarstufe an der Eierkampstraße lernen - in den vier Bereichen Lager und Handel, Hauswirtschaft und Wäschepflege, Werken mit Holz sowie Garten- und Landschaftsbau. Doch zuerst muss der Rat der Stadt Dortmund zustimmen. 

Warum gibt es die Berufspraxisstufe erst jetzt?

Seit 2009 gibt es die Förderschule an der Eierkampstraße. Zunächst wurde sie als Zweigstelle der Max-Wittmann-Schule genutzt, im Jahr 2012 wurde sie eigenständig und bekam den Namen Mira-Lobe-Schule. Doch das vollständige Bildungsangebot konnte sie den Schülern nicht bieten, denn es fehlte die zweite Sekundarstufe, die Berufspraxisstufe. „Weil die Voraussetzungen an der Max-Wittmann-Schule vorerst besser geeignet waren, blieb die Berufspraxisstufe dort“, sagt Schulleiterin Annette Dierks.

Was muss die Schule planen?

„Zum Glück müssen wir keine Räume anbauen. Das hält sich alles in Grenzen“, erzählt die Schulleiterin. „Wir müssen nur ein bisschen umplanen.“ So entsteht aus einem Klassenraum ein großer Verkaufsladen mit Regalen und einer Kasse, in dem die Schüler lernen, wie man abrechnet, Einkaufslisten erstellt oder Waren einsortiert. Gleich nebenan befindet sich die große Lehrküche. Auf einer Grünfläche am Schulgebäude könnte ein Schulgarten entstehen.

Wie viel Geld ist nötig?

Rund 30000 Euro sind für die Neuerungen eingeplant. Wenn der Beschluss vom Rat bestätigt wurde, fangen Annette Dierks und der Hausmeister in den Osterferien schon mal an, Regale einzurichten. Und wenn die Gelder genehmigt wurden, können auch schon die Unterrichtsmaterialien bestellt werden.

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