Beschäftigte der Deutschen Post streiken in Teilen NRWs

Streik

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat in NRW Beschäftigte der Post erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl löst der Warnstreik Sorgen aus.

Bonn

10.09.2020, 08:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in NRW erneut zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild)

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in NRW erneut zu Warnstreiks aufgerufen. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post hat die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi in Nordrhein-Westfalen erneut zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind die Regionen Ostwestfalen, Siegerland und Münsterland sowie das Bergische Land und der Raum Köln-Bonn, wie es am Donnerstagmorgen hieß. Die Beschäftigten sollen ihre Arbeit den ganzen Tag niederlegen. Die Gewerkschaft erwartet Einschränkungen in der Zustellung von Briefen und Paketen.

In den bisherigen Tarifgesprächen liegen die beiden Parteien noch weit auseinander. Verdi fordert für die bundesweit rund 140 000 Beschäftigten 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Zudem soll es für Auszubildende eine Erhöhung um 90 Euro geben. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. und 22. September geplant. Die Post will dann ein konkretes Angebot vorlegen.

Streik löst Sorgen um rechtzeitige Rücksendung von Briefwahlunterlagen aus

Im dem Tarifstreit hatte es bereits am Mittwoch Warnstreiks mit Schwerpunkten in NRW und Bayern gegeben. Die Post stufte die Auswirkungen aber als „überschaubar“ ein. Bis Mittwochmittag waren nach Angaben der Post 8000 Pakete und 265 000 Briefen betroffen. Das seien weniger als 1 Prozent der Tagesmenge, hieß es.

Mit Blick auf die bevorstehende Kommunalwahl hatte der Warnstreik auch Sorgen um die rechtzeitige Rücksendung von Briefwahlunterlagen ausgelöst. Der Warnstreik komme zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt und beeinträchtige in erheblichem Umfang die Briefwahl, sagte etwa der Wuppertaler Wahlleiter Johannes Slawik. Die Post ging nicht davon aus, dass es zu Beeinträchtigungen kommt. In NRW werden am Sonntag die Kommunalparlamente, Bürgermeister und Landräte neu gewählt.

dpa