Besonderes Kirchgeld: Einspruch einlegen

Paare in sogenannten glaubensverschiedenen Ehen sollten Einspruch gegen ihren Kirchensteuerbescheid einzulegen. Das rät der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) in Berlin.

Berlin (dpa/tmn)

05.05.2010, 12:29 Uhr / Lesedauer: 1 min

Derzeit sei eine Verfassungsbeschwerde gegen die Festsetzung des «besonderen Kirchgelds» beim Bundesverfassungsgericht anhängig (Az.: 2 BvR 591/06) - auf diese sollten sich Paare im Einspruchsverfahren berufen.

Das «besondere Kirchgeld» zahlen Ehepartner mit einem geringen oder keinem Verdienst anstelle von Kirchensteuer, wenn der andere Ehepartner keiner kirchensteuerpflichtigen Konfession angehört. Er ist also nicht in der Kirche oder gehört einer Religionsgemeinschaft an, die keine Steuern erhebt.

Das Finanzamt setzt das besondere Kirchgeld laut BDL im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung auf der Grundlage des gemeinsam zu versteuernden Einkommens fest. Vermeiden lasse sich das nur durch den Kirchenaustritt des weniger verdienenden Ehepartners oder durch eine getrennte Veranlagung - das sei in der Regel aber mit steuerlichen Nachteilen verbunden.

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