Besucher bestaunten Glockender Asselner Luther-Kirche

Turmbesteigung

ASSELN Täglich freuen sich die Anwohner rund um die evangelische Lutherkirche über den Klang neuer Glocken. Am Mittwoch abend konnten Interessierte sie ganz aus der Nähe betrachten.

10.01.2010, 09:25 Uhr / Lesedauer: 1 min
Viele Besucher interessierten sich für den Glockenturm.

Viele Besucher interessierten sich für den Glockenturm.

Unter der Führung von Alfred Targon, einem freiwilligen Helfer der Gemeinde, trauten sich rund 15 zum größten Teil schwindelfreie Besucher hinauf zum Glockenturm. Etwa 30 Höhenmeter und etliche Treppenstufen galt es zu überwinden.

Oben im Turm angekommen, bot sich den Besuchern ein beeindruckendes Bild. Vier neue Glocken hingen über den Köpfen. Besonders imposant zeigte sich die große Festtagsglocke, die alleine 1800 Kilogramm auf die Waage bringt. Alle Glocken im Turm wiegen zusammen fünf Tonnen.

Eine statische Herausforderung vor allem für den Turm. Da die neuen Bronzeglocken länger und intensiver schwingen, musste eigens ein neuer Glockenstuhl gebaut werden, der nicht direkt an die Mauern des Turmes anschließt, um die Vibrationen abzufangen.

Feierlich eingeweiht Im August vergangenen Jahres wurden die Glocken in der Luther-Gemeinde feierlich eingeweiht. "Teilweise haben sie auch eine spezielle Funktion", erklärte Alfred Targon. Neben der großen Festtagsglocke, die nur an speziellen Feiertagen ertönt, gibt es eine Sterbeglocke sowie eine Einsegnungs- und Hochzeitsglocke.

Der für die Asselner gewohnte Klang hat sich durch den Umbau im Übrigen nicht auffällig verändert. "Man hat versucht, sich an dem Klang der alten Glocken zu orientieren, durch die andere Beschaffenheit schwingen diese jedoch länger nach als die alten Stahlglocken", erzählte Targon.

Bronzeglocken ertönen nicht zum ersten Mal in der langen Geschichte der Kirche. Bereits während der Zeit um 1916 gab es sie, sie mussten allerdings zur Weiterverarbeitung für Kriegsmaterial abgehängt werden.

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