Besuchsverbot in Krankenhäusern und 546 Corona-Tote in den Niederlanden

Coronavirus

Die Krankenhäuser in Winterswijk und Doetinchem verschärfen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus: Patienten mit dem Virus dürfen keine Besucher mehr empfangen.

Winterswijk

, 27.03.2020, 16:37 Uhr / Lesedauer: 1 min
In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter gestiegen. 2500 Menschen liegen dort in Krankenhäusern.

In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Infizierten weiter gestiegen. 2500 Menschen liegen dort in Krankenhäusern. © Pixabay

Personen, die mit dem Coronavirus infiziert sind oder bei denen der Verdacht einer Infizierung besteht, dürfen in den Krankenhäuser in Winterswijk und Doetinchem keine Besucher mehr empfangen. Die Krankenhäuser haben diese Maßnahme ergriffen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Das meldet die Tageszeitung de Gelderlander.

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„Wir wissen, dass dies eine drastische Maßnahme für die Patienten und ihre Angehörigen ist, aber wir glauben, dass wir nichts anderes tun können. Es ist wirklich notwendig, die Ausbreitung des Virus zu verhindern“, zitiert die Tageszeitung aus Winterswijk Saskia Steenbergen, Sprecherin der Krankenhäuser im Achterhoek.

Kein Besuch mehr für Corona-Patienten

Es gibt allerdings Ausnahmen, zum Beispiel für Schwangere und Kinder. Und: Bei todkranken Patienten dürfen täglich fünf Personen und höchstens drei Personen gleichzeitig zu Besuch sein.

Im Nachbarland sind mittlerweile 8.603 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden, 1.172 mehr als am Tag zuvor. Das meldete am Freitagmittag (27.03.) das Nationale Institut für Gesundheit.

112 Menschen sind in den letzten 24 Stunden an dem Virus gestorben. Insgesamt sind es in den Niederlanden bisher 546 Menschen, die an einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben sind.

In den letzten 24 Stunden gab es in den Niederlanden 349 Neuaufnahmen von Corona-Patienten in Krankenhäusern. Insgesamt werden 2.500 Covid-19-Patienten in niederländischen Krankenhäusern behandelt.

Dentallabor meldet Insolvenz an

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Wirtschaft aus. Geschlossene Gastronomiebetriebe oder Läden in der Innenstadt sind auf beiden Seiten der Grenze seit einigen Tagen ein „gewohntes“ Bild. In Winterswijk hat am Freitag ein Dentallabor Insolvenz anmelden müssen. Das Labor mit einer Niederlassung in Enschede beschäftigt 22 Mitarbeiter.

Grund für die Insolvenz sei die Corona-Krise, heißt es in einem Bericht der Tageszeitung de Gelderlander: Da alle Zahnarztpraxen geschlossen wurden, seien für das Labor die Aufträge weggebrochen. Angesichts der aktuellen Krise hat der Insolvenzverwalter auch keine große Hoffnung, einen Investor für das Labor zu finden.

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