Betrunkener hantiert in S-Bahn mit Pistole herum

Polizeieinsatz in Dorstfeld

Bundespolizisten haben am Dienstagabend einen Betrunkenen im Bahnhof Dorstfeld überwältigt. Der 57-Jährige hatte in einer Bahn der Linie S4 mit einer Pistole herumhantiert. Am Ende musste er sich nicht nur vor der Polizei rechtfertigen.

DORSTFELD

, 20.07.2016, 12:04 Uhr / Lesedauer: 1 min
Diese Waffe stellten die Beamten bei dem Mann sicher.

Diese Waffe stellten die Beamten bei dem Mann sicher.

Nach der Axtattacke in einer Regionalbahn in Würzburg am Montag sind der Sicherheitsdienst  der Bahn und die Bundespolizei in erhöhter Alarmbereitschaft. Am Dienstagabend gegen 19.40 Uhr beobachteten Mitarbeiter des Sicherheitsdiensts in der S4 vor der Einfahrt in den Bahnhof Dorstfeld einen Mann, der mit einer Pistole herumhantierte und sich diese schließlich in den Hosenbund steckte. Anschließend setzte sich der Mann in eine Sitzreihe. 

Die Bahn-Mitarbeiter benachrichtigten sofort die Bundespolizei. Bis zur Ankunft der Beamten blieb die S-Bahn im Bahnhof Dorstfeld stehen. Die Polizisten überwältigten den Mann mit der Pistole. "Sie wollten sichergehen, dass er keine Gelegenheit hatte, die Waffe zu ziehen", sagt Bundespolizeisprecher Jürgen Karlisch, "bei der Sicherung der Waffe sperrte sich der Dortmunder gegen die polizeilichen Maßnahmen, leistete Widerstand und beleidigte die Beamten".

Waffe war "nur" eine Gaspistole

Doch es wurde schnell klar, dass von dem Mann - einem 57-jährigen Dortmunder - keine wirkliche Gefahr ausging. Bei der Waffe handelt es sich um eine Gaspistole, die man auch ohne Waffenschein kaufen kann. Außerdem war der Mann betrunken. Zum "Zeitpunkt der Tat", so Karlisch, hatte er 1,5 Promille im Blut. 

Gegen den Dortmunder, der bis dato noch nie polizeilich in Erscheinung getreten war, wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstand und Beleidigung eingeleitet. Danach brachten die Polizisten ihn nach Hause. Dort erwartete den 57-Jährigen seine Mutter, bei der er wohnt.

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