Bewährungsstrafe nach Horrorunfall auf der A44

Vater und Sohn tot

Nach einem der dramatischsten Autobahn-Unfälle der letzten Jahre ist ein Kleinlaster-Fahrer (33) zu 16 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Bei dem Todesdrama vor einem Jahr auf der A44 bei Witten waren ein Vater (52) und sein Sohn (18) ums Leben gekommen.

WITTEN

23.06.2017, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Urteil am Amtsgericht Witten lautet auf fahrlässige Tötung, Körperverletzung und Unfallflucht. Als Bewährungsauflage muss der Verursacher der tödlichen Kettenreaktion 2.400 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Obendrein bleibt der Führerschein des Dachdeckers aus Witten weitere sechs Monate unter Verschluss.

Tod nach schwersten Kopfverletzungen

Der Angeklagte war am Abend des 13. Mai 2016 mit seinem Kleinlaster auf der A44  bei Tempo 100 unvermittelt von der mittleren auf die linke Spur rüber gezogen. Ein von hinten mit hohem Tempo heranfahrender BMW musste deswegen eine Vollbremsung machen, nach rechts ausweichen und raste dann in einen VW. Beide Fahrzeuge überschlugen sich, Karosserieteile wurden rundherum eingedrückt. Dramatische Folge: Der 18-jährige VW-Fahrer und sein Vater (52) als Beifahrer erlitten schwerste Kopfverletzungen und verstarben kurze Zeit später. Auch die Insassen des BMW erlitten teils gravierende Verletzungen.  

Im Prozess hatte der Kleinlasterfahrer, der damals zunächst einfach weiter gefahren war, nach anfänglichem Abstreiten schließlich doch noch zugegeben, die verheerende Kollision im Rückspiegel gesehen zu haben. Später hatte er sich bei der Polizei gemeldet. 

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