Bewaffnete Rechtsextreme überfallen Gruppe von Linken

Polizei sucht Flüchtige

Rechtsextremisten haben in der Nacht zu Freitag eine Gruppe von linksorientierten Personen überfallen. Letztere waren vermutlich gerade dabei gewesen, an einer Bushaltestelle Plakate zu kleben. Als die Polizei eintraf, waren die Rechtsextremen verschwunden. Die Polizei sucht nach ihnen.

WELLINGHOFEN

29.07.2011, 12:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nach Angaben der fünfköpfigen Linksgruppierung, hatte sich diese im Haltestellenbereich der Preinstraße / Ecke Zillenstraße aufgehalten, als sie von vier vermummten Rechtsextremisten angegriffen und bedroht wurde. Die Rechtsextremisten waren mit einem VW Bulli vorgefahren und hatten die Linken mit Baseballschlägern und Messern bewaffnet angegriffen und mit Flaschen und Steinen beworfen. Erstaunlicherweise wurde dabei niemand verletzt.Rechtsextreme flüchtig Bei Eintreffen der Polizei um 2.47 Uhr waren die Angreifer bereits verschwunden. Die Fahndung verlief bisher erfolglos.

Die Beamten entdeckten an dem östlich der Preinstraße gelegenen Unterstand der dortigen Bushaltestelle zwei frisch geklebte Plakate mit der Aufschrift "No Nazis". Außerdem lag auf der gegenüberliegenden Seite eine Gefriertasche mit Kleister und Farbrolle.Behinderung der Polizeiarbeit Die Polizei verdächtigte die Linken, die Plakate an der Bushaltestelle geklebt zu haben, und beschuldigte sie der Sachbeschädigung. Als sie die Personalien der Linken aufnehmen wollte, erschien die Mutter eines Beteiligten am Tatort. Diese begann, die Beamten massiv und anhaltend bei ihrer Arbeit zu behindern.Die 54-Jährige wurde mehrfach ohne Erfolg von den Beamten ermahnt, sich ruhig zu verhalten. Als sie auch einen Platzverweis ignorierte und weiter störte, nahmen die Beamten die Frau in Gewahrsam und setzten sie mit angelegten Handfesseln in einen Streifenwagen.Täterhinweise Der Staatsschutz der Dortmunder Polizei hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen und geht ersten konkreten Täterhinweisen nach. Außerdem nimmt der Kriminaldauerdienst unter Telefon (0231) 132-7491 Hinweise entgegen.