Bibi und Tina erleben Abenteuer im Ferienlager

Im Kino

Der Kinderfilm ist das Feld, auf dem deutsches Kino den Amerikanern am erfolgreichsten Paroli bietet. "Das kleine Gespenst", "Die wilden Kerle", "Die wilden Hühner" waren Kassenhits, "Bibi und Tina 3" steht gerade an der Spitze der deutschen Kino-Charts.

27.01.2016, 14:18 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bibi und Tina erleben Abenteuer im Ferienlager

Bibi (Lina Larissa Strahl) und Tina (Lisa-Marie Koroll, l.) haben an der Kinokasse den „Revenant“ abgehängt. Platz 1 für die Mädels, die in Teil drei gegen Jungs kämpfen.

Gehen die Filme in Serie, meldet sich bei den Darstellern irgendwann die Pubertät, Drehbücher müssen das berücksichtigen. Wie im aktuellen Teil von "Bibi und Tina - Mädchen gegen Jungs". Detlev Buck (Regie, Coautor) baut die keimende Sexualität lässig und humorig ins Geschehen ein.

Tina (Lisa-Marie Koroll) ist nach wie vor mit Alex (Louis Held) verbandelt. Bibi (Lina Larissa Strahl) kriegt ein Bussi von Urs (Phil Laude) aufgedrückt. Eine Frechheit. Mädels machen "Schminki-Schminki", die Bengel klopfen dumme Sprüche. Die Kabbelei gipfelt in einem HipHop-Lied, wo die Lager musikalisch wetteifern.

Zickenkrieg

Roter Faden der Geschichte ist ein anderer Wettstreit. Im Feriencamp organisiert der Sportlehrer (Kostja Ullmann) eine "Challenge". Obacht, Modernismen: Wer beim Geocaching den goldenen Stern findet, steht in der nächsten Runde. Selbst Graf Etepetete von Falkenstein (schöne Typenkomik: Michael Maertens) tritt an.

Das Sommerlager glüht in abenteuerlichen Farben. Am Feuer wird gesungen, ein Waschbär schaut vorbei. Pferde haben ihren Auftritt, Wendy-Leser wissen das zu schätzen. Romantik, Tiere, Zickenkrieg und Eifersucht, Komik und eine Prise Spannung. Detlev Buck dosiert das zu einer runden Mixtur.

Fast ein Musical

Selbst die dünn motivierte Blödelei einer Vergiftung durch halluzinogene Pilze erfüllt ihren Zweck: Gorillas im Wald sorgen für Lacher, ganz wie der Ballonschädel, den Bibi dem ewigen Frechdachs Urs anhext.

Pop-Songs mit eingängigen Melodien machen den Film beinahe zum Musical. Ein spritzig launiges Vergnügen.