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Biogasanlage soll kommen - aber sicher ist noch nichts

Stockumer Bürgerforum

STOCKUM „Tausend Gerüchten“ um den Bau einer Biogas-Anlage am Rande von Stockum wollte Stadtbaurat Markus Bradtke beim Bürgerforum am Donnerstagabend erst einmal Fakten entgegen setzen: „Es liegt noch kein Bauantrag vor und somit gibt es auch noch keine Genehmigung für den Bau einer solchen Anlage an der Müllumladestation Bebbelsdorf.“ Trotzdem seien die Gerüchte nicht völlig aus der Luft gegriffen.

von Von Beatrice Haddenhorst

, 21.05.2010
Biogasanlage soll kommen - aber sicher ist noch nichts

Stadtbaurat Markus Bradtke diskutierte mit Bürgern die Pläne für die Biogasanlage.

Denn, so Bradtke, der EN-Kreis möchte den Biomüll aus dem Kreisgebiet künftig tatsächlich in einer Biogasanlage in Energie umwandeln und hat deshalb die Bioabfallentsorgung europaweit ausgeschrieben. Der bisherige Biomüll-Entsorger AHE und die Stadtwerke wollen das Projekt gemeinsam angehen (wir berichteten). „Wir rechnen in den nächsten Wochen mit einem Antrag für eine solche Biogasanlage. Zwischen der Müllumladestation und dem Rheinischen Esel wäre Platz dafür“, erläuterte der Stadtbaurat und blickte daraufhin in viele bedenkliche Gesichter der Stockumer Bürger.

Weder Lärm, Geruch noch zunehmender Verkehr, so versicherte Bradtke daraufhin, seien von der Anlage zu erwarten. „Das Gutachten eines unabhängigen Gutachters, den wir von der Stadt Witten und nicht etwa AHE und Stadtwerke ausgesucht haben, liegt noch nicht vor. Aber nach ersten Ergebnissen wird eine solche Anlage störungsfrei laufen.“ Die geplante Biogasanlage sei klein und von außen nicht von einem Gewerbebetrieb zu unterscheiden. Pro Jahr könne dort Strom für 1000 Haushalte, also ein Siebtel der Stockumer Bürger gewonnen werden.

Ob die Biogasanlage komme, so unterstrich Bradtke, sei keinesfalls sicher. Auch wenn die Stadt das Bauvorhaben genehmige, müssten AHE und Stadtwerke bei der Ausschreibung des Kreises auch noch den Zuschlag bekommen. Abschließend appellierte der Stadtbaurat noch ans gute Gewissen der Stockumer gegenüber der Umwelt: „Wir alle sind angehalten, künftig mehr Strom aus regenerativen Energien zu gewinnen.“