Biontech-Chef: Ende 2021 kehren wir zur Normalität zurück

Coronavirus

Der Mitgründer des Mainzer Impfstoffunternehmens rechnet damit, dass bis Winter 2021 wieder Normalität einkehrt. Dafür müsste aber noch vor dem Herbst eine hohe Impfquote erreicht werden.

Mainz

16.11.2020, 07:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Biontech-Mitgründer Ugur Sahin.

Biontech-Mitgründer Ugur Sahin. © picture alliance/dpa

Seit mittlerweile knapp neun Monaten hat das Coronavirus Deutschland im Griff – und verkompliziert den Alltag von Milliarden weltweit. Begleitet wird die Krise daher immer von einer Frage: Wann hört das auf? Ugur Sahin, Mitgründer von Biontech, prognostiziert, dass es Ende 2021 so weit sein könnte. Dafür sei es aber „absolut essentiell“, noch vor dem Herbst eine hohe Impfquote zu erreichen, erklärte er gegenüber dem britischen Fernsehsender BBC.

Sahin rechnet damit, dass sein Unternehmen bis April 300 Millionen Impfstoffdosen ausliefern könne: „Bereits das könnte einen Effekt haben.“ Er stellte aber auch klar, dass der Impfstoff für diesen Winter keine Auswirkung haben werde. In den Sommermonaten würden die „Infektionsraten ohnehin sinken“, diese Zeit gälte es zu nutzen, um die Bevölkerung zu impfen. Hier würde man mit anderen Unternehmen zusammenarbeiten, um die Versorgung sicherzustellen.

Bereits in diesem Jahr soll der Impfstoff ausgeliefert werden

Biontech und Pfizer hatten jüngst mitgeteilt, dass ihr Impfstoff nach ersten Erkenntnissen einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor einer Coronavirus-Infektion biete. Sie wollen in diesem Jahr 50 Millionen und 2021 rund 1,3 Milliarden Impfdosen zur Verfügung stellen – weltweit. Jede Person muss mit dem Impfstoff, der auch besonders gekühlt werden muss, zweimal geimpft werden.

Sahin gründete Biontech im Jahr 2008 mit seiner Frau Özlem Türeci und dem österreichischen Krebsforscher Christoph Huber. Vor zwei Jahren schloss das Unternehmen eine Kooperationsvereinbarung mit Pfizer, die im März dieses Jahres angesichts der Corona-Pandemie auf die Suche nach einem Impfstoff ausgeweitet wurde. Für die Forschungen erhielt Biontech Hilfen der Bundesregierung in Höhe von 375 Millionen Euro.

RND

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