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Bloggerin Shia Su begeistert deutschlandweit Naschkatzen

Vegan Backen

Shia Su (31) backt gerne und ausgesprochen gut – und das auch noch streng vegan. Ihre Leidenschaft teilt sie seit Jahren im Internet mit Backfans aus ganz Deutschland. Ihr Blog Cake Invasion wird täglich etwa 8000 Mal besucht. Wir haben sie besucht und mit ihr über vegane Köstlichkeiten gesprochen.

BOCHUM

07.02.2015
Bloggerin Shia Su begeistert deutschlandweit Naschkatzen

Shia Su vor ihrem Zutatenschrank. Eine Inventarliste an der Tür sorgt für Übersicht.

Ihre Backleidenschaft habe unspektakulär begonnen, verrät sie. Das erste Mal gebacken habe sie mit 13 Jahren. „Ich wollte unbedingt selbst Plätzchen backen“, sagt sie. Doch die wurden steinhart und ungenießbar. „Niemand wollte meine Plätzchen essen“, erinnert sie sich und lacht. Von da an habe sie vom Backen erst einmal genug gehabt. Heute weiß sie, was sie damals falsch gemacht hat: „Der Teig war überrührt.“

Auf ihrem Blog teilt Su Rezepte und hilft ihren Lesern dabei, dass ihnen Plätzchen, Cupcakes, Kuchen und mehr auch gelingen. Wie oft sie backt, das hängt allerdings von ihrer Lust und Laune ab. Manchmal täglich, manchmal nur einmal die Woche. Immer dienstags erscheint ein neues Rezept auf ihrem Blog.

Luftig und köstlich

Doch wie kam die ehemalige Osnabrückerin mit den taiwanischen Wurzeln dazu, zu backen? Durch einen japanischen Kuchen, den ein Freund vor Jahren gebacken hat. Luftig, leicht und köstlich sei er gewesen, beschreibt sie. „So etwas hatte ich bis dahin noch nie gegessen.“ Die ersten Versuche sollten zwar nicht glücken, doch von da an konnte sie nicht mehr von Rührschüssel und Kuchenformen lassen. Backen wurde ein Ausgleich und schließlich eine Leidenschaft. „Vor allem früher, als ich noch im Büro gearbeitet habe, brauchte ich das“, sagt sie.

FOTOSTRECKE
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Shia Sus Cupcakes zum Nachbacken

Wir haben Shia Su besucht - die Wahlbochumerin backt vegane Köstlichkeiten und stellt sie auf ihrem Blog vor. Für uns hat sie leckere und selbst kreierte Bananenshake-Schoko-Cupcakes vorbereitet. Diese verbinden ihre beiden derzeitigen Lieblingsrezepte: Bananenshake- und Schokokuchen. Gemeinsam verzierten wir diese mit ihr – und natürlich haben wir auch das Rezept mitgebracht. Nachbacken lohnt sich!
30.01.2015
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Rezept für 12 Bananenshake-Schoko-Cupcakes: 140 g Mehl; 40 g Kakao, ungesüßt; 30 g Stärke; ½ Pck. Backpulver; ½ TL Salz; 70 g Zucker; 50 g Rohrzucker; 10 g Vanillezucker; 1 große Banane (ca. 130 g); 200 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja-/Reis-/Hafer-/Dinkel-/Mandelmilch, für sojafreie Version keine Sojamilch benutzen); 120 ml geschmacksneutrales Öl (z.B. Sonnenblumenöl, helles Rapsöl); optional 1 TL Vanille-Extrakt.© Foto: Halten
Ofen auf 175ºC Ober-/Unterhitze vorheizen.
Mehl, Kakao, Stärke und Backpulver in eine Rührschüssel sieben. Salz, Zucker, Rohrzucker und Vanillezucker in die Rührschüssel geben und mit einem Schneebesen vermischen. Banane, Pflanzenmilch und Öl entweder mit einem Pürierstab oder im Mixer zu einem Bananenshake mixen. Es können ruhig ein paar Bananenfasern drin bleiben, das ist nicht schlimm.© Foto: Halten
Die wichtigsten Zutaten für die Cupcakes.© Foto: Halten
Den Bananenshake zu den trockenen Zutaten in die Rührschüssel geben und mit dem Schneebesen nur so lange verrühren, bis alle Zutaten nass sind.
Den Teig auf die 12 Muffin-Förmchen verteilen und im Ofen auf mittlerer Schiene 20 bis 25 Minuten backen.© Foto: Halten
Rezept für das Peanutbutter-Frosting: 80 g Pflanzenmargarine; 70 g Erdnussbutter; 250 g Puderzucker; 2 TL Vanille-Extrakt, kann auch durch Wasser oder Rum ersetzt werden; 1 EL warmes Wasser.© Foto: Halten
Margarine und Erdnussbutter in eine Rührschüssel geben und den Puderzucker drüber sieben.© Foto: Halten
Mit einem Handrührgerät mit Rühraufsatz oder einer Küchenmaschine mit Flachrührer zuerst auf niedriger Stufe verrühren. Wenn alle Zutaten sich sich verbunden haben, Vanilleextrakt dazu geben und auf mittlerer Stufe und dann auf höchster Stufe unterschlagen. Dann das Wasser nach und nach genau so unterschlagen bis eine cremige, formfeste und fluffige Konsistenz erreicht ist.© Foto: Halten
Rezept für die Schoko-Soße: 40 g Kakaopulver, ungesüßt; 25 g Kokosöl oder Pflanzenmargarine; 5 g Kokosmus, kann auch durch Kokosöl/Pflanzenmargarine ersetzt werden; 10 g Rohrzucker; 50 g Zucker
1 TL Vanille-Extrakt, kann auch durch 10 g Vanillezucker und 1 TL Wasser ersetzt werden; 200 ml Pflanzenmilch (z.B. Soja-/Reis-/Hafer-/Dinkel-/Mandelmilch).© Foto: Halten
Alle Zutaten bis auf die Hälfte der Pflanzenmilch in eine Pfanne geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren aufkochen. Ca. 2 Minuten unter Rühren weiterkochen bis sich die Klümpchen fast alle aufgelöst haben.
Die restliche Pflanzenmilch dazu geben und rühren, bis sich alles verbunden hat. Die Soße kurz aufkochen lassen und dann die Pfanne vom Herd nehmen.
Die Soße auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Nicht in den Kühlschrank stellen!© Foto: Halten
Das Frosting wird mittels Spritztüte gleichmäßig auf alle Cupcakes verteilt. Damit dies gelingt, sollte es nicht zu weich, aber auch nicht zu fest sein. Zu festes Frosting lässt sich aber immer durch Zugabe von etwas Wasser weicher machen.© Foto: Halten
Anschließend werden die Cupcakes mit Schoko-Soße verziert. Dies kann ganz nach Belieben in verschiedenen Mustern passieren.© Foto: Halten
Den krönenden Abschluss bilden Bananenscheiben, die vorsichtig auf die Erdnussbutterkrone der Cupcakes gesetzt werden. Nun sind die schokoladigen Leckereien servierfertig.© Foto: Halten
Die fertigen Cupcakes.© Foto: Halten
Shia Su vor ihrem Zutatenschrank. Eine Inventarliste an der Tür sorgt für Übersicht.© Foto: Halten
Sus Zutatenschrank ist gefüllt mit veganen Zutaten.© Foto: Halten
Backen ist für Shia Su ein lieb gewonnener Alltagsausgleich.© Foto: Halten
Sus Blog wird täglich durchschnittlich 8000 Mal angeklickt.© Foto: Halten
Schlagworte Bochum

Heute widmet sie sich fast ausschließlich ihrem Blog, kellnert jedoch nebenbei in Bochum. „Ich probiere Dinge aus, die ich während des Studiums nie gemacht habe“, sagt Shia Su (Foto). Das Backen hat seinen Reiz aber nicht verloren. Vor allem nicht, seitdem sie vegan und nach dem „Zero Waste“-Motto lebt. Letzteres bedeutet, dass man so wenig Rohstoffe verschwendet und so wenig Müll produziert wie möglich.

Zum veganen Backen und Leben kam Su, weil sie gesünder leben wollte. Erst verzichtete sie auf Fleisch. Auch, weil dieses bei ihr und ihrem Mann oft ungebraucht im Kühlschrank verdarb. „Und ich stellte fest, dass ich das nicht brauche“, sagt sie. Der nächste Schritt war der zum veganen Lebensstil.

Naschen erwünscht

Heute, in Bochum, sei es leichter, vegan zu leben, aber auch zu backen. „In Osnabrück gab es nicht so viele Restaurants und Geschäfte, die sich auf Veganer und Vegetarier eingestellt haben“, sagt Su. Neben der Lebhaftigkeit war das mit einer der Gründe, der sie bei ihrem ersten Besuch in Bochum so begeisterte – und sie im vergangenen April dazu brachte, herzuziehen.

Woran es in Bochum noch fehle, seien allerdings Menschen, die ihre Kreationen verspeisen. In Osnabrück kamen laut Su oft Freunde vorbei, um zu naschen. Doch da Su in Bochum schon viele neue Freunde gefunden hat, ist sie zuversichtlich, dass sich das noch ändern wird.

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