„Bocholt hoch hinaus“ soll zumindest für etwas Jahrmarkt-Flair sorgen

rnMini-Kirmes

Die ersten Fahrgeschäfte stehen schon: Vom 3. bis 6. September, weht ein Hauch von Kirmes durch Bocholt. Sie soll die Innenstadt beleben, mit Abstands- und Hygieneregeln.

von Sebastian Renzel

Bocholt

, 31.08.2020, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das erste Fahrgeschäft steht bereits: Auf dem Markt vorm Historischen Rathaus in Bocholt wartet das Venezianische Pferdekarrussell auf seinen ersten Einsatz am kommenden Donnerstag. Zwei größere Fahrgeschäfte werden bis dahin folgen: der 85 Meter hohe Freifall-Turm „Hangover“ auf dem Berliner Platz und ein 38 Meter hohes Riesenrad auf dem Gasthausplatz.

Zusammen mit zwei Schares-Kränen und einer Reihe von Kirmesbuden ergeben sie von Donnerstag, 3. September, bis Sonntag, 6. September, die Aktion „Bocholt hoch hinaus“ – eine Art Mini-Kirmes, die den Bocholtern trotz Kirmesabsage ein bisschen Jahrmarkt-Feeling bringen soll. Und nicht zuletzt will das Stadtmarketing damit die Innenstadt in Corona-Zeiten beleben, mit Abstandsregeln und Hygieneschutz.

Für den Abstand hat das Stadtmarketing eine Security-Firma engagiert. Die soll bei möglichen Schlangen vor den Fahrgeschäften dafür sorgen, dass die Besucher weit genug voneinander entfernt stehen, sagt Stadtmarketing-Chef Ludger Dieckhues auf Anfrage unserer Zeitung. „Weitere Hygienemaßnahmen werden wir am Mittwoch vor Ort mit den Schaustellern besprechen“, so Dieckhues.

Noch keine Ahnung, wieviele Besucher kommen

Das Stadtmarketing hat weiterhin keine Vorstellung, wie viele Besucher durch „Bocholt hoch hinaus“ ab Donnerstag zusätzlich in die Innenstadt kommen werden. Eine Berechnung gebe es nicht, sei auch nicht erforderlich gewesen, so Dieckhues. „Es gibt für diese Aktion keine Erfahrungswerte“, sagt der Stadtmarketing-Chef. „Wir wissen nicht, ob da 1000 oder 5000 kommen könnten.“ Klar sei: Falls es mit den Abstandsregeln nicht klappt, müsse man ab Donnerstag reagieren.

Weil auf dem Gasthausplatz ab Mittwoch das Riesenrad aufgebaut wird, sorgen sich einige Wirte, dass für sie dort zu wenig Platz bleibt. Dieckhues sagte jetzt, das Stadtmarketing habe im Vorfeld mit den Gastronomen gesprochen und habe das im Blick.

Erst der zweite Auftritt in diesem Jahr

Schausteller Ewald Schneider baut seinen Freifallturm „Hangover“ erst zum zweiten Mal in diesem Jahr auf. Zuvor stand er rund zwei Monate auf einem sogenannten „Pop-Up-Freizeitpark“ in Dortmund. „Es ist keine Kirmes, das ist klar. Auch hier in Bocholt nicht. Trotzdem ist es besser als gar nichts.

Los geht es am Donnerstag um 14 Uhr. An diesem Tag findet auch der Abendmarkt statt. Am Freitag gibt es ein „Moonlight-Shopping“. Die Geschäfte der Innenstadt haben bis 23 Uhr geöffnet. Am Samstag startet „Bocholt hoch hinaus!“ bereits ab 10 Uhr und am Sonntag ab 12 Uhr.

Das Parken in der gesamten Innenstadt und in allen Parkhäusern ist am Freitag ab 18 Uhr kostenlos. Die Stadtbus-Gesellschaft richtet von 18 bis 23 Uhr einen Sonderverkehr ein. Der Wochenmarkt wird in der Zeit in die Osterstraße und auf den Liebfrauenplatz verlegt.

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