Bochum bekommt finanzielle Hilfe für Beseitigung von Sturmschäden

Land NRW

Die durch das Pfingstunwetter "Ela" in Bochum entstandenen Schäden kosten die Stadt viel Geld. Jetzt - drei Monate nach dem Sturm - ist finanzielle Hilfe in Sicht. Noch in diesem Jahr könnte das Geld da sein, damit rechnet zumindest der Dezernent des Umwelt- und Grünflächenamtes, Ernst Kratzsch.

BOCHUM

, 28.08.2014, 05:13 Uhr / Lesedauer: 1 min
Bochum bekommt finanzielle Hilfe für Beseitigung von Sturmschäden

Für die Beseitigung der Sturmschäden bekommt die Stadt Bochum über 2 Millionen Euro vom Land.

„Das ist natürlich schon eine Hilfe“, sagt Ernst Kratzsch, Dezernent des Umwelt- und Grünflächenamtes, „wird aber längst nicht alles abdecken“. Angemeldet habe die Stadt Bochum Schäden in Höhe von 40 Millionen Euro. Die Geldspritze des Landes werde nun vor allem zur Verkehrssicherung verwendet. „Davon werden Schneide- und Transportarbeiten bezahlt“, erklärt Kratzsch. Die Arbeiten übernehmen zurzeit Lohnunternehmer aus dem Sauerland oder auch aus anderen Bundesländern. „Für die Aufforstung wird das Geld aber nicht reichen.“

Immerhin sollen die Mittel möglichst bald in den Städten und Gemeinden ankommen. Innenminister Ralf Jäger versprach, die finanzielle Unterstützung unbürokratisch und schnell auf den Weg zu schicken. Noch in diesem Jahr rechnet Kratzsch mit dem Geld. Noch immer sind die Folgen des Sturmtiefs „Ela“ spürbar. Weil die Priorität zunächst darauf lag, die Sicherheit im Alltagsverkehr wiederherzustellen, konzentrierten sich die Arbeiten zu Beginn auf Straßen, Parks, Spielplätze und Friedhöfe. „In den Wäldern sind die Schäden darum immer noch groß“, betont Ernst Kratzsch.

Grundlage für die Höhe der kommunalen Unterstützung waren laut Innenministerium die Einsatzstunden, „die für die (...) Gefahrenbeseitigung vor Ort notwendig waren“. Wie viele das genau waren, kann Kratzsch nicht sagen. Allein in den ersten Tagen nach dem Sturm seien aber 1300 Menschen Tag und Nacht im Einsatz gewesen. Während die Hürden, EU-Mittel zu bekommen, laut Land NRW zu groß waren, sollen bald nach Möglichkeit noch weitere 30 Millionen Euro für die Kommunen aus dem Fluthilfefonds für die Opfer des Hochwassers an Elbe und Donau folgen.

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