Bochum ist die Hauptstadt der Erdwärme-Forschung

Wissenschaftler beginnen Arbeit

Seit Anfang des Jahres ist Bochum die Hauptstadt der Geothermie. Der Umzug der „International Geothermal Association“ (IGA) in die Ruhrstadt ist vollzogen, die Arbeit kann beginnen. Am Freitag wurden die Wissenschaftler an der Hochschule Bochum offiziell willkommen geheißen.

BOCHUM

von Von Claudia Staudt

, 19.03.2011, 15:07 Uhr / Lesedauer: 1 min
Klimaschutzminister Johannes Remmel bei der offiziellen Begrüßung der Wissenschaftler der IGA, die in den nächsten fünf Jahren in Bochum, der Hauptstadt der Geothermie, forschen werden

Klimaschutzminister Johannes Remmel bei der offiziellen Begrüßung der Wissenschaftler der IGA, die in den nächsten fünf Jahren in Bochum, der Hauptstadt der Geothermie, forschen werden

„Die Geothermie ist in NRW zuhause“, so der Minister, „die Landesregierung hat sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt.“ Geothermie sei eine essenzielle Energiequelle der Zukunft. Mit der IGA sei ein wichtiger Akteur in Sachen Geothermie nach NRW gekommen. Oberbürgermeisterin Dr. Ottilie Scholz hob Bochums Charakter als Wissenschaftsstandort hervor. „Wer nach Bochum kommt, erwartet noch immer Kohle und Stahl - aber die Region hat sich verändert. Unsere Universität gehört zu den Top 10 Unis in Deutschland.“ Heute sei man hier führend in Forschungsbereichen wie der IT, der Bio-Medizin, des Verkehrs und eben der Erdwärme. Diesen Geist wolle man weiter unterstützen.

Mit einem Blick auf Japan hob Prof. Horne den Vorbild-Charakter Deutschlands hervor: „Deutschland bekennt sich zur erneuerbaren Energie, zur Geothermie, sucht Alternativen zur Atomkraft und handelt somit vorausschauend“, sagter er. Man ziehe daher gerne in Bochum ein - jetzt, da die Welt auf Deutschland blicke. Und Deutschland will der IGA helfen, versprach Prof. Dr. rer. nat. Rolf Bracke, Vorstand des Internationalen GeothermieZentrums Bochum e.V. Ein besseres Netzwerk bedeute bessere Forschungsergebnisse. „Wir wollen uns mit viel Kraft engagieren“, so Hochschul-Präsident Prof. Dr.-Ing. Martin Sternberg.